Muss man Blut füttern?

Um Blut ranken sich wohl die meisten Mythen im BARFbusiness. Zwischen „Ja, das kann man mit Salz ersetzen!“ oder „Ach, das füttere ich auch immer!“ klafft doch eine große Lücke. Continue reading „Muss man Blut füttern?“

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Das Märchen von dem bösen Fett

„Fett macht dick, das kannst du deinem Hund nicht geben!“, „Also mein Hund bekommt nur das gute magere Fleisch“ und „Fett – was willst du denn damit?“ hat wohl jeder Rohfütterer schon gehört. Dabei ist das Fett im Napf mindestens genauso wichtig wie das „gute“ magere Fleisch“!

In Fetten steckt mehr als doppelt so viel Energie wie in Kohlenhydraten und noch viel mehr als in Proteinen. Das Herz zieht 80% seiner Leistung aus den Fetten, das Gehirn 70%. Müsste der Hund seine Energie aus Proteinen gewinnen, weil er dauerhaft fettarme Nahrung bekommt, ist dies deutlich ineffektiver und die Bilanz ist deutlich schlechter, der Hund bekommt trotz viel Futter sehr wenig Energie. Der Hund nimmt eventuell stark ab oder schiebt den vielbekannten Dauerhunger. Vergleichbar ist das mit Salatessen beim Menschen. Von einem ganzen Salatkopf wird man zwar kurzfristig voll, aber wirklich gesättigt ist man danach nicht. Da kann man auch zwei oder drei Salatköpfe essen, es wird einfach nicht besser! Im schlimmsten Fall nimmt man auf Dauer bedenklich ab, von Mangelernährungen gar nicht erst zu sprechen.

Das ist beim Hund auch so. Trägheit, stumpfes Fell und Lustlosigkeit können mit einer fettarmen Ernährung einher gehen.

Außerdem dient Fett als ein wichtiges Transportmittel für die fettlöslichen Vitamine A (für die Sehkraft, das Knochenwachstum, Fortpflanzung, Haut- und Schleimhäute), Vitamin D (Kalzium-Phosphor-Stoffwechsel, Erhaltung des Skelettsystems), Vitamin E (ein Antioxidant) und Vitamin K (Blutgerinnung, Knochenbildung).

Deshalb sollte man dauerhaft zwischen 15% und 25%, in seltenen Fällen 30%, Fett füttern. Allerdings sollte man bei der Umstellung erstmal an der unteren Grenze bleiben, denn Fett sorgt ab und an für Dünnpuh! Nach Bedarf sollte man den Fettgehalt in der Nahrung auf das benötigte Maß steigern. Der Fettgehalt kann aber auch täglich variieren. Häufig ist der Hund unterschiedlich aktiv und unterwegs und braucht deshalb mal ein wenig mehr und mal ein bisschen weniger Energie. Wir portionieren Fett deshalb gar nicht vor sondern fügen nach Bedarf etwas rohes Rinder- oder Pferdefett hinzu!

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Hühnerhaut ist ein idealer Fettspender

Fett ist das Speichermedium für Schadstoffe. Bei Masttieren werden dort die ganzen schädlichen Substanzen gespeichert, weshalb wir hauptsächlich Biofett und Pferdefett füttern. Ich hoffe, dass die Pferde als eingetragene Schlachtpferde geführt sind und somit wenig Medikamente bekommen haben, das Fett also wenige Schadstoffe enthält!

Gehen wir also von 7kg Hund, der täglich 2% Futter bekommt und schaut sich das Futter für den Tag an, Pferdefleisch mit ca. 10% Fett, rechnet man:

7 x 0,02 = 0,14

Gesamtfuttermenge sind also 140 Gramm

Davon sind 10% Fett:

140 x 0,1 = 14

Davon sind also 14 Gramm Fett

Lotta soll aber min. 17% Fett bekommen, 7% fehlen noch:

140 x 0,07  10

Es fehlen also noch 10 Gramm Fett. Wenn ich diese 10 Gramm Fett hinzufüge, muss ich 10 Gramm Fleisch wegnehmen, damit es insgesamt 140 Gramm bleiben und sich die Proportionen nicht verschieben!

  • 24.08.2017

Knochen – wieso, weshalb, warum?

Knochen dienen unter anderem der Zahnreinigung. Große, fleischige Knochen, womöglich noch gefroren, helfen beim Zahnsteinabbau und bei der -vorsorge. Auch für die Kaumuskulatur sind Knochen gut: Der Hund kann endlich mal so richtig gnatschen und kauen. Continue reading „Knochen – wieso, weshalb, warum?“

Ein Jahr Prey Model Raw – ein kurzes Fazit

Lotta wird mittlerweile seit gut einem Jahr nach Prey Model Raw ernährt. Natürlich wollen wir auch ein kurzes Fazit ziehen! Continue reading „Ein Jahr Prey Model Raw – ein kurzes Fazit“

PMR auf Reisen

Die Urlaubssaison fängt wieder an! Und wie jedes Jahr stehen Tausende von BARFern vor der Frage, was sie mit in den Urlaub nehmen können. Babyglässchen als Obst-/Gemüsemischung, Dosen- oder Trockenfutter und getrocknetes Fleisch sind da ganz hoch im Kurs! Teilweise werden sogar die Zusätze inkl. Feinwaage mit in den Urlaub geschleppt, damit der Hund bloß alle wichtigen Vitamine erhält…

Weil wir auch wie jedes Jahr in den Urlaub fahren und wir das erste Mal auch vor dem Problem stehen, musste ich mir da auch Gedanken drüber machen. Continue reading „PMR auf Reisen“

Fisch – ist der wirklich so wichtig?

Dass man Fisch regelmäßig füttern soll, steht in jedem Fütterungsbuch.
Aber wieso eigentlich?

Continue reading „Fisch – ist der wirklich so wichtig?“

Prey – das neue Trendfutter?

Das Dogs-Magazin hat in der aktuellen Ausgabe einen Artikel zum Thema Futter enthalten, da wird auch Prey kurz angeschnitten. Dabei wird aber nicht das von mir hier beschriebene Frankenprey gemeint, sondern Whole Prey, also ganze Beute. Das ist exakt das, wonach es sich anhört. Den Hunden werden ganze Tiere zum Fressen gegeben; von Huhn über Hase bis zum Reh wird dem Hund das Tier komplett mit Haut und Haar gegeben. Von der dogs wird das als nicht alltagspraktisch und unhandlich beschrieben und genau das ist es auch!

Wenn man seinen Hund nur Whole Prey gibt, ist das ideal. Möchte oder kann man das nicht, ist das immer noch kein Problem.

Lotta hat bis auf Eintagküken noch kein ganzes Tier bekommen, das werde ich so bald auch nicht ändern. Und trotzdem bekommt sie Prey.

Beim Frankenprey versucht man, das ganze Beutetier einfach nachzubauen, eben durch die 80:10:5:5 Methode!

Und Trendfutter? Was ist bitte Trend daran, seinen Hund artgerecht zu ernähren?! Sollte das nicht das Nonplusultra sein, das meist erwünschteste? Ein Hund hat den gleichen Verdauungstrakt wie ein Wolf , sollte also auch wie einer gefüttert werden. Nicht vegan, nicht mit Superfoods, sondern wie ein Wolf.

So, genug des Frusts.

Was bekommen eure Hunde zu fressen?

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die Woche!

Paula

  • 02.04.2017

Prey Model Raw – Der erste Schritt

Prey Model Raw bezeichnet ein Fütterungsmodel, welches zu 80% aus Muskelfleisch, 10% aus Knochen, zu 5% aus Leber und zu 5% aus anderen sekretierenden Organen besteht.

Dabei versucht man, das natürliche Beutetier des Wolfs so originalgetreu wie möglich nachzubauen. Theoretisch kann man seinen Hund auch nur mit ganzen Beutetieren, wie Kaninchen oder Lamm, ernähren. Das ist aber absolut nicht notwendig!

Continue reading „Prey Model Raw – Der erste Schritt“

Und jetzt?

Dieser Blog schläft in letzter Zeit immer mehr ein. Grund dafür ist nicht nur die Schule, die mir kaum noch Freizeit lässt, sondern auch meine Unkreativität. Überall liest man, dass ein Blogbeitrag unbedingt einen Mehrwert haben muss, eine Lektion für den Leser, eine neue Information. Ich bin leider kein Allroundtalent, habe von nichts und von allem eine Ahnung und weiß oft nicht, was ich euch bieten kann, was andere Blogs nicht können.

Deshalb habe ich eine Entscheidung getroffen.

Ich werde diesen Blog nicht löschen, aber es wird ein Thema geben. Ein Thema, welches mir am Herzen liegt und womit ich mich auskenne: Prey Model Raw.

Dazu findet ihr auch schon den ein oder anderen Beitrag, aber in Zukunft wird es sich hier thematisch nur noch darum drehen.

Lotta kommt bestimmt auch noch ab und an zu Wort und ich möchte mich auch nicht darauf festlegen, aber es gibt auch mir eine gewisse Richtung.

Ich wollte euch nur meine Entscheidung mitteilen. Hoffentlich gibt es schon ab nächster Woche wieder mehr oder weniger regelmäßig neue Beiträge!

Eure Paula

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Mittlerweile haben wir den Maulkorb vom Hunde Maulkorb Store fast ein Jahr in Benutzung und können endlich ein abschließendes Fazit ziehen! Continue reading „[Sponsored Post] Der Maulkorb vom Hunde-Maulkorb-Store“