Wie, die kriegt rohes Fleisch?!

In letzter Zeit sammelten sich wieder unsere Vorfälle der besonderen Art. Irgendwann kommt man mit Hundebesitzern ins Gespräch und das Thema dreht sich komischerweise immer ums Fressen. Ist das bei euch auch so? Obwohl ich wirklich versuche, über etwas anderes zu sprechen, lässt mein Gegenüber mir oft nichts anderes übrig. Das wäre ja nicht schlimm, wenn sie meine Fütterungsweise einfach hinnehmen würden!

Lotta wird seit mittlerweile acht Monaten nach Prey Model Raw ernährt. Das Fütterungsmodell unterscheidet sich nicht großartig vom BARF, außer der Tatsache, dass kein Obst oder Gemüse gefüttert wird. Lotti verträgt das einwandfrei, sie hat Freude am Fressen und ist viel aktiver als vorher. Das sehen viele Hundehalter aber anders: Aber das Fleisch wird schon gekocht? Ihr Hund wird doch sonst blutrünstig und das ist ja so gefährlich! Nicht, dass der Salmonellen bekommt!, Da fehlt das Obst und Gemüse. Ihr Hund wird auf kurz oder lang eingehen, weil ihm wichtige Vitaminquellen fehlen! Und Also Knochen sind ja total gefährlich. So etwas bekommt mein Hund nicht. Der kriegt ausschließlich hochwertiges Trockenfutter und nicht so etwas ekliges wie Fleisch! .

Nein. Mein Hund war und ist nicht blutrünstig (Katzen sind eine andere Geschichte!). Gefährlich ist daran ebenfalls nichts, weil der pH-Wert der Magensäure zu sauer ist, als dass Bakterien oder Viren dort überleben könnten. Obst und Gemüse zählen auch beim BARF nicht als Vitaminquelle, sondern als Ballaststoff, das sollte man wissen. Knochen sind kein Stück gefährlich, solange es keine tragenden Knochen von großen Tieren (z.B. Markknochen oder Rinderkniescheiben sind nicht geeignet). Hochwertiges Trockenfutter ist selten, aber existent. Die meisten „hochwertigen“ Futter sind nichts weiter als Füllstoffe mit etwas Geschmacksverstärker und trotzdem binde ich das fremden Menschen nicht auf die Nase!

Leben und leben lassen, ihr Lieben!

Meist ignoriere ich solch lieben Menschen oder gehe nach einem netten „Einen schönen Tag noch!“ einfach weiter. So lieb die auch sind, über Lottis Futter diskutiere ich nur mit wenigen Leuten.

Selbst Lottas Erziehung und ihr Ernährungszustand waren schon Gegenstand etlicher Diskussionen!

Wurdet ihr auch schon auf persönliche Sachen von fremden Menschen angesprochen?
Wie verhaltet ihr euch dann?

Paula

  • 11.02.2017

Jahresrückblick 2016

2016 war für mich ein Jahr voller Hoch- und Tiefpunkten, wie es in einem Jahr so typisch ist. Im Mai hatte ich in Amerika meinen Abschluss bestanden, musste „Goodbye“ zu meinen Gasteltern, Freunden und Bekannten sagen und „Hallo“ zu meinen Eltern und Freunden in Deutschland. Vor allem habe ich nach 10 Monaten meinen Hund wieder gesehen und ich kann euch sagen, 10 Monate ohne Lotti vergingen wie im Flug!

Dennoch war die Rückkehr aus Amerika nicht das einzige Highlight in diesem Jahr. Gleich im Juni habe ich Lotti auf Prey Model Raw umgestellt und Fertigfutter den Rücken gekehrt. Wie wir füttern und wie es Lotta damit geht, seht ihr hier: BARF in Besser!. Bis jetzt bereue ich diesen Schritt kein Stück; die Futterkosten haben wir minimiert, Lotta geht es viel besser als vorher, sie ist agiler, freudiger und hat mehr Spaß am Leben und der Maulgeruch ist endlich besser!
Dann mussten Lotta und ich im Juni erstmal wieder zueinander finden. Das war manchmal ganz schön schwierig, weil ich von einem fetten, faulen Hund in Amerika zu einem waschechten Terrier nach Hause gekommen bin. Lotti hat aber zum Glück super gehört und ich musste auch nicht viel an ihr herum erziehen, so dass sie schon bald bei mir im Bett schlafen durfte – vorher unmöglich! Ich habe mein neues Objektiv ausprobiert, mich mit Lightroom abgefunden und viel fotografiert. Lotta und ich waren schwimmen, haben den Sommer genossen und es uns gut gehen lassen.

Im August ist sie dann auch schon sechs Jahre alt geworden! Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Zum Geburtstag hat sie ganz kreativ eine Hasenpfote bekommen, mittlerweile eine ihrer Leibspeisen.

Kurz danach haben meine Mutter und ich einen Entschluss gefasst: Wir wollten ein Kleinunternehmen gründen! Nachdem wir uns auf einen Namen geeinigt haben, viel geübt haben und endlich den Gewerbeschein in der Hand hielten, ging es los. Qings & Queens ist ein ganz kleines Unternehmen, was uns beiden echt am Herzen liegt! Wir stellen Halsbänder, Leinen, Retrieverleinen und Accessoires für Mensch und Tier her, alle im maritimen Stil gehalten und robust und pflegeleicht.

20161231-dsc_9862-2
Lotta mit einem unserer Qings & Queens Halsbänder

Im Herbst zog dann das Nifty Fifty, das 50mm 1.8 Objektiv, bei mir ein. Damit habe ich den Indian Summer eingefangen und so langsam wurden meine Lightroomkenntnisse auch besser! Außerdem habe ich Ende Oktober meinen Führerschein bestanden und darf nun begleitet Auto fahren. Mit Lotta habe ich im Herbst den Wald für uns entdeckt. Lange Spaziergänge finden jetzt fast nur noch dort statt! Außerdem haben wir das „Such verloren“ wieder etwas verbessert, das ist während meiner Abwesenheit etwas eingerostet. Lotti hat immer noch etwas Probleme damit, aber nur, weil sie zu stur ist und mir den Gegenstand nicht anzeigen möchte!

Bei uns durfte in der Zeit auch ein Dörrautomat einziehen. Lotta bekommt einige Leckerli und da ich sehr darauf achte, dass diese ohne Getreide und Zucker sind, ging das nach kurzer Zeit sehr auf den Geldbeutel. Der Dörrautomat hat sich für uns jetzt schon gelohnt und ich möchte ihn nicht mehr missen. Industriefutter kommt uns jetzt gar nicht mehr ins Haus.

Im Winter ist mein kleines Lottchen zu einem Mantelhund mutiert! Ich hätte nie gedacht, dass Lotta jemals freiwillig einen Mantel tragen würde, aber es ist passiert! Unser Hurtta Mantel, den wir letztes Jahr bekommen haben, passt ihr perfekt und sie liebt ihn. Mollig warm ist ihr wohl doch lieber als frisch und windig! Lotti und ich waren viel spazieren, oft auch lange Strecken, und haben das Wandern lieben gelernt. Nachdem ich Lotti auch eine Wanderung mit meinem Biokurs mitnehmen durfte, konnten wir nicht mehr aufhören und das Wanderfieber hat uns gepackt! Extra dafür habe ich Lotta einen kleinen Rucksack gekauft, damit sie ihr eigenes Wasser mitnehmen kann und mich etwas unterstützt.

Außerdem waren meine Mama und ich auf einem Hundeweihnachtsmarkt und haben dort unsere Qings & Queens – Produkte ausgestellt und verkauft. Auch das war ein voller Erfolg!

Vor kurzem haben wir auch wieder mit dem Joggen angefangen, zusammen mit einer Freundin, und sind mittlerweile ganz gut geworden! Lottas Ausdauer war von Anfang an over the top, was mir sehr geholfen hat. Sie motiviert einen sehr sehr gut und zusammen laufen macht bekanntlich auch mehr Spaß als alleine!

In diesem halben Jahr sind Lotta und ich total zusammen gewachsen und ich möchte sie nicht mehr missen! Ich hoffe, dass all unsere und eure guten Vorsätze 2017 Wirklichkeit werden!

Paula

  • 31.12.2016

Die Lottakladde

Treat yourself!

Passend zur Weihnachtszeit habe ich letztens auch alte Kisten hervorgeholt. Wie viel Staub da herunter kam, unglaublich!

Mit dabei war auch mein kleines, schlaues Heft. Ich nenne es liebevoll „Lottakladde“, was eine schöne Umschreibung für Papierfetzen in einem Ordner ist. Aber so unheimlich praktisch! Nachdem ich die Kladde etwas aufgehübscht habe, macht sie jetzt tatsächlich etwas her!

Die Lottakladde ist eine Anhäufung von Rechnungen, Tipps und Informationen über Lotta, eine Wunschliste von Hundeartikeln (wie gesagt, es ist ja bald Weihnachten), Bildern und sonstiger Funde zum Thema Hund. Sogar eine Übersicht aller Themen aus Hundemagazinen habe ich!

Sie dient als mein persönlicher Heiliger Gral und ist mein Retter in der Not. Wenn ich nicht mehr weiß, was ich an Futter bestellen muss, gucke ich in die Kladde und schaue die alten Futterrechnungen durch. Gehen mir die Ideen für Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke aus, schaue ich ebenfalls dort hinein. Möchte ich einen kritischen Artikel zum Thema „Impfen“ lesen, suche ich in meiner Zeitungsübersicht. Ich gebe zu, besonders die ist in letzter Zeit absolut nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber trotzdem praktischer! Continue reading „Die Lottakladde“

Monatspfoto „Beste Freunde“

Diesmal machen wir auch beim Monatspfoto mit! Anja von Dunkelbunterhund stellt Blogger und Instagrammer jeden Monat eine neue Fotoaufgabe. Ich bewundere ganz oft die Bilder von vielen Teilnehmern und dieses Mal sind wir auch endlich dabei!

Das Thema für diesen Monat lautet

„Beste Freunde“! Continue reading „Monatspfoto „Beste Freunde““

Bin ich ein Helikopterfrauchen?

Midoggy hat vor kurzem zu einer neuen Blogparade aufgerufen. Das Thema: Helikopterfrauchen, also jemand, der ständig um seinen Hund herum scharwenzelt und immer und überall ein Auge auf ihn haben muss. Viele würden jetzt wahrscheinlich aufschreien und Widerworte einlegen, aber ich würde mich selber nicht als Helikopterfrauchen bezeichnen. Continue reading „Bin ich ein Helikopterfrauchen?“

Wandern vor der eigenen Haustür

Einer Legende nach war das Land um das Steinhuder Meer früher von Riesen und Zwergen bewohnt. Lange Zeit kamen sie gut miteinander aus, aber die Zwerge fingen an, den Riesen Streiche zu spielen. Nach gar nicht allzu langer Zeit übertrieben sie es wohl einmal und einer der Riesen wurde so wütend, dass er die kleinen Zwerge mit seinem Stiefelabsatz ganz tief in die Erde grub. Diesen Stiefelabdruck füllten die Zwerge mit ihren Tränen und so entstand das Steinhuder Meer. Continue reading „Wandern vor der eigenen Haustür“

Das Experiment 1.0 – Keine Leckerlies

Es ist offiziell: Lotta wird in den nächsten vier Wochen keine Leckerlis bekommen. Wir haben damit letzte Woche schon angefangen, aber ich wollte erst mal gucken, ob ich das überhaupt aushalte, bevor ich groß rede und es doch nicht einhalte!

Normalerweise lobe ich sie sehr viel und sie bekommt ganz viele Leckerlis, zu viele. Das möchte ich nicht mehr, der Leckerliverbrauch wurde mir einfach zu viel. Ab jetzt heißt es, mehr verbal loben und weniger Leckerli hinein stopfen! Continue reading „Das Experiment 1.0 – Keine Leckerlies“

DIY Lieblingsleine

Ich gebe zu, Lotta hat abertausende Leinen und Halsbänder, Geschirre und Bandanas im Schrank hängen. Das einzige, was uns noch fehlte, war eine Retrieverleine, also eine Verbindung aus Halsband und Leine. Ich wusste gar nicht, wie sehr mir diese Leine fehlte, bis zu dem Tag, an dem ich sie selber machte! Lotta findet es viel entspannter, wenn sie ohne Halsband frei laufen kann und ich finde es wunderbar, dass ich nicht erst stundenlang nach einem zusammen passenden Set suchen muss. Continue reading „DIY Lieblingsleine“

Hundeparks sind meine persönliche Hölle

Wir wohnen nicht in der Stadt, aber ab und an müssen auch wir einkaufen gehen und enden somit über lang oder kurz in unserer persönlichen Hölle. Nicht weil Lotta den Lärm so schlimm findet, die vielen Menschen oder die Gerüche, sondern weil es keinen grünen Flecken gibt. Bei uns gibt es zwar einen riesigen Stadtpark, aber da sind viel zu viele Menschen und frei laufen kann Lotta da auch nicht. Da Motti aber auch mal rennen soll, wenn wir shoppen sind, fahren wir zu den vielen Hundeparks. Zum Glück gibt es einige ganz in der Nähe vom Stadtzentrum! Continue reading „Hundeparks sind meine persönliche Hölle“

Typisch Terrier oder nicht?

Motti ist nicht umsonst ein Terrier, sie verhält sich auch ganz terriertypisch. Ich weiß nicht, ob sich alle Terrierhalter so fühlen, aber manchmal ist es wie mit einem kleinen, bockigen Kind (nach meiner Erfahrung mit drei Gastgeschwistern kann ich das auch sagen!). Lotta ist nicht einfach, aber wenn man einmal ihren Respekt verdient hat und sie weiß, wo es lang geht, kommt man gut mit ihr klar! Nichtsdestotrotz darf sie sich in der heutigen Gesellschaft nicht immer so verhalten, wie sie es möchte Ich als Hundehalter bin in der Verantwortung, dass mein Hund niemanden beißt, anknurrt oder auch nur bedrängt Jeden Tag sehe ich Menschen, die ihre Terrier machen lassen, was sie möchten, und das geht in den seltensten Fällen gut aus! Wir haben viele auffällige Hunde in der Stadt, aber bestimmt die Hälfte davon sind Terrier. Das fällt oft auch Lotta und mich zurück, obwohl sie sich wirklich gut benimmt.

Aber was ist dann so typisch Terrier an ihr?

Lotta brauch eine „harte Hand“. Konsequenz muss in der Hundeerziehung eh groß geschrieben werden, aber bei Terrier ist das wirklich ein Thema! Früher ist uns die Maus auf der Nase herum getanzt und hat so ziemlich gemacht, was sie will, weil wir alles andere als konsequent waren. Seitdem wir angefangen haben zu trainieren und wirklich konsequent zu sein, hat Lotti angefangen zu hören und mich zu respektieren! Mit harter Hand meine ich auf keinen Fall, dass man einen Terrier schlagen muss, dass sollte man überhaupt nicht! Trotzdem muss Lotta zumindest wissen, wenn sie etwas falsch gemacht hat, sie bekommt ein Nein! Oder wird an gepustet, das findet sie nämlich echt doof. Nur so lernt sie aber, würde ich sie nur bestätigen, wenn sie etwas richtig macht, wäre sie verwirrt, die Methode haben wir zwischenzeitlich auch ausprobiert.

Außerdem reagiert Lotta aggressiv, wenn sie Angst hat. Sie fängt an zu knurren, zu bellen, an der Leine zu ziehen und weiß der Teufel was! Gibt man ihr die Sicherheit und sagt ihr, was zu tun ist, indem man im Fuß an der Gefahr vorbei geht, dann ist sie abgelenkt und hat in dem Moment kein Auge für die Angst. Das macht sie übrigens oft bei großen, hellbraunen Hunden, weil sie von denen schon gebissen wurde und dementsprechend unsicher ist. An dem Problem arbeiten wir natürlich, denn ich möchte keinen Hund, der an der Leine bellt und pöbelt, weil er Angst hat! Mittlerweile wird es auch immer und immer besser.

Wenn Lotta etwas angefangen hat, dann bringt sie es auch zu Ende, egal was das ist. Sie zieht alles durch, besonders beim Suchen fällt das einem auf! Genauso wäre das bestimmt auch, wenn sie auf die Jagd gehen würde, allerdings tut sie das ja zum Glück nicht, und wenn sie anfängt zu schnüffeln und eine Spur zu suchen, muss ich sie an die Leine nehmen, sonst würde sie bestimmt hinterher gehen.

wald-7.jpeg
Lotti muss am Tag auch viel Gassi, 4 Stunden sind wir schon täglich unterwegs!

Aber ob sie deshalb typisch Terrier ist? Nein.

 

Sie lässt sich etwas sagen, sie nimmt Kommandos total gerne an und genießt es, mit mir Unterordnung zu machen, Lotta hat total Spaß daran. Obwohl sie ein Terrier ist, kann ich sie problemlos frei laufen lassen. Als Welpe hat sie schon gelernt, dass man auf ein „Hier!“ möglichst schnell zurück kommen soll, weil sich das total lohnt!

Lotti hat zwar nur eine Bezugsperson, hört aber auch auf andere Menschen ohne Probleme, nachdem man sich ihren Respekt etwas verdient hat. Heißt, nachdem man ihr gezeigt hat, wie der Hase läuft und ihr sagt, dass man auch bei anderen keinem Hasen nachgeht, hört sie ganz normal. Sonst könnten wir sie gar nicht zu Freunden bringen!

wald-38.jpeg
Nicht unerschöpflich, aber lauffreudig!

Mein Hund ist zum Glück auch nicht unerschöpflich, wenn man mit ihr mindestens drei Stunden am Tag Gassi geht, dann ist sie körperlich ausgelastet. Baut man beim Spaziergang ein paar Tricks ein und lässt sie etwas „verlorenes“ suchen, ist sie auch geistig ausgelastet und total zufrieden!

Lotta ist also im Prinzip eine für mich perfekte Mischung aus typisch aufgeweckter Terrier und alles andere als typisch Terrier, und genau das liebe ich an ihr!

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick in Lotz bekommen, denn sie ist weder typisch Terrier, noch untypisch Terrier!

Paula

  • 10.06.2016