Jahresrückblick 2016

2016 war für mich ein Jahr voller Hoch- und Tiefpunkten, wie es in einem Jahr so typisch ist. Im Mai hatte ich in Amerika meinen Abschluss bestanden, musste „Goodbye“ zu meinen Gasteltern, Freunden und Bekannten sagen und „Hallo“ zu meinen Eltern und Freunden in Deutschland. Vor allem habe ich nach 10 Monaten meinen Hund wieder gesehen und ich kann euch sagen, 10 Monate ohne Lotti vergingen wie im Flug!

Dennoch war die Rückkehr aus Amerika nicht das einzige Highlight in diesem Jahr. Gleich im Juni habe ich Lotti auf Prey Model Raw umgestellt und Fertigfutter den Rücken gekehrt. Wie wir füttern und wie es Lotta damit geht, seht ihr hier: BARF in Besser!. Bis jetzt bereue ich diesen Schritt kein Stück; die Futterkosten haben wir minimiert, Lotta geht es viel besser als vorher, sie ist agiler, freudiger und hat mehr Spaß am Leben und der Maulgeruch ist endlich besser!
Dann mussten Lotta und ich im Juni erstmal wieder zueinander finden. Das war manchmal ganz schön schwierig, weil ich von einem fetten, faulen Hund in Amerika zu einem waschechten Terrier nach Hause gekommen bin. Lotti hat aber zum Glück super gehört und ich musste auch nicht viel an ihr herum erziehen, so dass sie schon bald bei mir im Bett schlafen durfte – vorher unmöglich! Ich habe mein neues Objektiv ausprobiert, mich mit Lightroom abgefunden und viel fotografiert. Lotta und ich waren schwimmen, haben den Sommer genossen und es uns gut gehen lassen.

Im August ist sie dann auch schon sechs Jahre alt geworden! Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Zum Geburtstag hat sie ganz kreativ eine Hasenpfote bekommen, mittlerweile eine ihrer Leibspeisen.

Kurz danach haben meine Mutter und ich einen Entschluss gefasst: Wir wollten ein Kleinunternehmen gründen! Nachdem wir uns auf einen Namen geeinigt haben, viel geübt haben und endlich den Gewerbeschein in der Hand hielten, ging es los. Qings & Queens ist ein ganz kleines Unternehmen, was uns beiden echt am Herzen liegt! Wir stellen Halsbänder, Leinen, Retrieverleinen und Accessoires für Mensch und Tier her, alle im maritimen Stil gehalten und robust und pflegeleicht.

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Lotta mit einem unserer Qings & Queens Halsbänder

Im Herbst zog dann das Nifty Fifty, das 50mm 1.8 Objektiv, bei mir ein. Damit habe ich den Indian Summer eingefangen und so langsam wurden meine Lightroomkenntnisse auch besser! Außerdem habe ich Ende Oktober meinen Führerschein bestanden und darf nun begleitet Auto fahren. Mit Lotta habe ich im Herbst den Wald für uns entdeckt. Lange Spaziergänge finden jetzt fast nur noch dort statt! Außerdem haben wir das „Such verloren“ wieder etwas verbessert, das ist während meiner Abwesenheit etwas eingerostet. Lotti hat immer noch etwas Probleme damit, aber nur, weil sie zu stur ist und mir den Gegenstand nicht anzeigen möchte!

Bei uns durfte in der Zeit auch ein Dörrautomat einziehen. Lotta bekommt einige Leckerli und da ich sehr darauf achte, dass diese ohne Getreide und Zucker sind, ging das nach kurzer Zeit sehr auf den Geldbeutel. Der Dörrautomat hat sich für uns jetzt schon gelohnt und ich möchte ihn nicht mehr missen. Industriefutter kommt uns jetzt gar nicht mehr ins Haus.

Im Winter ist mein kleines Lottchen zu einem Mantelhund mutiert! Ich hätte nie gedacht, dass Lotta jemals freiwillig einen Mantel tragen würde, aber es ist passiert! Unser Hurtta Mantel, den wir letztes Jahr bekommen haben, passt ihr perfekt und sie liebt ihn. Mollig warm ist ihr wohl doch lieber als frisch und windig! Lotti und ich waren viel spazieren, oft auch lange Strecken, und haben das Wandern lieben gelernt. Nachdem ich Lotti auch eine Wanderung mit meinem Biokurs mitnehmen durfte, konnten wir nicht mehr aufhören und das Wanderfieber hat uns gepackt! Extra dafür habe ich Lotta einen kleinen Rucksack gekauft, damit sie ihr eigenes Wasser mitnehmen kann und mich etwas unterstützt.

Außerdem waren meine Mama und ich auf einem Hundeweihnachtsmarkt und haben dort unsere Qings & Queens – Produkte ausgestellt und verkauft. Auch das war ein voller Erfolg!

Vor kurzem haben wir auch wieder mit dem Joggen angefangen, zusammen mit einer Freundin, und sind mittlerweile ganz gut geworden! Lottas Ausdauer war von Anfang an over the top, was mir sehr geholfen hat. Sie motiviert einen sehr sehr gut und zusammen laufen macht bekanntlich auch mehr Spaß als alleine!

In diesem halben Jahr sind Lotta und ich total zusammen gewachsen und ich möchte sie nicht mehr missen! Ich hoffe, dass all unsere und eure guten Vorsätze 2017 Wirklichkeit werden!

Paula

  • 31.12.2016
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Die Lottakladde

Treat yourself!

Passend zur Weihnachtszeit habe ich letztens auch alte Kisten hervorgeholt. Wie viel Staub da herunter kam, unglaublich!

Mit dabei war auch mein kleines, schlaues Heft. Ich nenne es liebevoll „Lottakladde“, was eine schöne Umschreibung für Papierfetzen in einem Ordner ist. Aber so unheimlich praktisch! Nachdem ich die Kladde etwas aufgehübscht habe, macht sie jetzt tatsächlich etwas her!

Die Lottakladde ist eine Anhäufung von Rechnungen, Tipps und Informationen über Lotta, eine Wunschliste von Hundeartikeln (wie gesagt, es ist ja bald Weihnachten), Bildern und sonstiger Funde zum Thema Hund. Sogar eine Übersicht aller Themen aus Hundemagazinen habe ich!

Sie dient als mein persönlicher Heiliger Gral und ist mein Retter in der Not. Wenn ich nicht mehr weiß, was ich an Futter bestellen muss, gucke ich in die Kladde und schaue die alten Futterrechnungen durch. Gehen mir die Ideen für Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke aus, schaue ich ebenfalls dort hinein. Möchte ich einen kritischen Artikel zum Thema „Impfen“ lesen, suche ich in meiner Zeitungsübersicht. Ich gebe zu, besonders die ist in letzter Zeit absolut nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber trotzdem praktischer! Continue reading „Die Lottakladde“

Monatspfoto „Beste Freunde“

Diesmal machen wir auch beim Monatspfoto mit! Anja von Dunkelbunterhund stellt Blogger und Instagrammer jeden Monat eine neue Fotoaufgabe. Ich bewundere ganz oft die Bilder von vielen Teilnehmern und dieses Mal sind wir auch endlich dabei!

Das Thema für diesen Monat lautet

„Beste Freunde“! Continue reading „Monatspfoto „Beste Freunde““

Bin ich ein Helikopterfrauchen?

Midoggy hat vor kurzem zu einer neuen Blogparade aufgerufen. Das Thema: Helikopterfrauchen, also jemand, der ständig um seinen Hund herum scharwenzelt und immer und überall ein Auge auf ihn haben muss. Viele würden jetzt wahrscheinlich aufschreien und Widerworte einlegen, aber ich würde mich selber nicht als Helikopterfrauchen bezeichnen. Continue reading „Bin ich ein Helikopterfrauchen?“

Das Experiment 1.0 – Keine Leckerlies

Es ist offiziell: Lotta wird in den nächsten vier Wochen keine Leckerlis bekommen. Wir haben damit letzte Woche schon angefangen, aber ich wollte erst mal gucken, ob ich das überhaupt aushalte, bevor ich groß rede und es doch nicht einhalte!

Normalerweise lobe ich sie sehr viel und sie bekommt ganz viele Leckerlis, zu viele. Das möchte ich nicht mehr, der Leckerliverbrauch wurde mir einfach zu viel. Ab jetzt heißt es, mehr verbal loben und weniger Leckerli hinein stopfen! Continue reading „Das Experiment 1.0 – Keine Leckerlies“

DIY Lieblingsleine

Ich gebe zu, Lotta hat abertausende Leinen und Halsbänder, Geschirre und Bandanas im Schrank hängen. Das einzige, was uns noch fehlte, war eine Retrieverleine, also eine Verbindung aus Halsband und Leine. Ich wusste gar nicht, wie sehr mir diese Leine fehlte, bis zu dem Tag, an dem ich sie selber machte! Lotta findet es viel entspannter, wenn sie ohne Halsband frei laufen kann und ich finde es wunderbar, dass ich nicht erst stundenlang nach einem zusammen passenden Set suchen muss. Continue reading „DIY Lieblingsleine“

Hundeparks sind meine persönliche Hölle

Wir wohnen nicht in der Stadt, aber ab und an müssen auch wir einkaufen gehen und enden somit über lang oder kurz in unserer persönlichen Hölle. Nicht weil Lotta den Lärm so schlimm findet, die vielen Menschen oder die Gerüche, sondern weil es keinen grünen Flecken gibt. Bei uns gibt es zwar einen riesigen Stadtpark, aber da sind viel zu viele Menschen und frei laufen kann Lotta da auch nicht. Da Motti aber auch mal rennen soll, wenn wir shoppen sind, fahren wir zu den vielen Hundeparks. Zum Glück gibt es einige ganz in der Nähe vom Stadtzentrum! Continue reading „Hundeparks sind meine persönliche Hölle“

Typisch Terrier oder nicht?

Motti ist nicht umsonst ein Terrier, sie verhält sich auch ganz terriertypisch. Ich weiß nicht, ob sich alle Terrierhalter so fühlen, aber manchmal ist es wie mit einem kleinen, bockigen Kind (nach meiner Erfahrung mit drei Gastgeschwistern kann ich das auch sagen!). Lotta ist nicht einfach, aber wenn man einmal ihren Respekt verdient hat und sie weiß, wo es lang geht, kommt man gut mit ihr klar! Nichtsdestotrotz darf sie sich in der heutigen Gesellschaft nicht immer so verhalten, wie sie es möchte Ich als Hundehalter bin in der Verantwortung, dass mein Hund niemanden beißt, anknurrt oder auch nur bedrängt Jeden Tag sehe ich Menschen, die ihre Terrier machen lassen, was sie möchten, und das geht in den seltensten Fällen gut aus! Wir haben viele auffällige Hunde in der Stadt, aber bestimmt die Hälfte davon sind Terrier. Das fällt oft auch Lotta und mich zurück, obwohl sie sich wirklich gut benimmt.

Aber was ist dann so typisch Terrier an ihr?

Lotta brauch eine „harte Hand“. Konsequenz muss in der Hundeerziehung eh groß geschrieben werden, aber bei Terrier ist das wirklich ein Thema! Früher ist uns die Maus auf der Nase herum getanzt und hat so ziemlich gemacht, was sie will, weil wir alles andere als konsequent waren. Seitdem wir angefangen haben zu trainieren und wirklich konsequent zu sein, hat Lotti angefangen zu hören und mich zu respektieren! Mit harter Hand meine ich auf keinen Fall, dass man einen Terrier schlagen muss, dass sollte man überhaupt nicht! Trotzdem muss Lotta zumindest wissen, wenn sie etwas falsch gemacht hat, sie bekommt ein Nein! Oder wird an gepustet, das findet sie nämlich echt doof. Nur so lernt sie aber, würde ich sie nur bestätigen, wenn sie etwas richtig macht, wäre sie verwirrt, die Methode haben wir zwischenzeitlich auch ausprobiert.

Außerdem reagiert Lotta aggressiv, wenn sie Angst hat. Sie fängt an zu knurren, zu bellen, an der Leine zu ziehen und weiß der Teufel was! Gibt man ihr die Sicherheit und sagt ihr, was zu tun ist, indem man im Fuß an der Gefahr vorbei geht, dann ist sie abgelenkt und hat in dem Moment kein Auge für die Angst. Das macht sie übrigens oft bei großen, hellbraunen Hunden, weil sie von denen schon gebissen wurde und dementsprechend unsicher ist. An dem Problem arbeiten wir natürlich, denn ich möchte keinen Hund, der an der Leine bellt und pöbelt, weil er Angst hat! Mittlerweile wird es auch immer und immer besser.

Wenn Lotta etwas angefangen hat, dann bringt sie es auch zu Ende, egal was das ist. Sie zieht alles durch, besonders beim Suchen fällt das einem auf! Genauso wäre das bestimmt auch, wenn sie auf die Jagd gehen würde, allerdings tut sie das ja zum Glück nicht, und wenn sie anfängt zu schnüffeln und eine Spur zu suchen, muss ich sie an die Leine nehmen, sonst würde sie bestimmt hinterher gehen.

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Lotti muss am Tag auch viel Gassi, 4 Stunden sind wir schon täglich unterwegs!

Aber ob sie deshalb typisch Terrier ist? Nein.

 

Sie lässt sich etwas sagen, sie nimmt Kommandos total gerne an und genießt es, mit mir Unterordnung zu machen, Lotta hat total Spaß daran. Obwohl sie ein Terrier ist, kann ich sie problemlos frei laufen lassen. Als Welpe hat sie schon gelernt, dass man auf ein „Hier!“ möglichst schnell zurück kommen soll, weil sich das total lohnt!

Lotti hat zwar nur eine Bezugsperson, hört aber auch auf andere Menschen ohne Probleme, nachdem man sich ihren Respekt etwas verdient hat. Heißt, nachdem man ihr gezeigt hat, wie der Hase läuft und ihr sagt, dass man auch bei anderen keinem Hasen nachgeht, hört sie ganz normal. Sonst könnten wir sie gar nicht zu Freunden bringen!

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Nicht unerschöpflich, aber lauffreudig!

Mein Hund ist zum Glück auch nicht unerschöpflich, wenn man mit ihr mindestens drei Stunden am Tag Gassi geht, dann ist sie körperlich ausgelastet. Baut man beim Spaziergang ein paar Tricks ein und lässt sie etwas „verlorenes“ suchen, ist sie auch geistig ausgelastet und total zufrieden!

Lotta ist also im Prinzip eine für mich perfekte Mischung aus typisch aufgeweckter Terrier und alles andere als typisch Terrier, und genau das liebe ich an ihr!

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick in Lotz bekommen, denn sie ist weder typisch Terrier, noch untypisch Terrier!

Paula

  • 10.06.2016

Unsere TOP 3 Nasenspiele

Lotta liebt es ihre Nase einzusetzen, nicht umsonst machen wir Mantrailing. Zuhause und auf unseren täglichen Spaziergängen lasse ich sie aber auch zwischendurch immer etwas suchen oder wenn das Wetter nicht mitspielt und man nur kurz raus gehen kann oder ich aber krank bin.
Heute möchte ich euch unsere Top 3 Nasenspiele vorstellen und wie wir sie aufgebaut haben!
Erstmal, Sachen wie eine Papierkiste sehe ich nicht als Nasenarbeit, der Hund muss seine Nase nicht so wirklich benutzen, außer um die Leckerlis frei zu graben.

Nummer 1: Such Verloren!
Sehr praktisch, konnte ich selber schon einige Male gut anwenden, wenn plötzlich der Schlüssel weg war. Der Hund soll auf das Kommando Such Verloren! Die Gegenstände suchen, die nach Frauchen/Herrchen riechen. Später kann man das auch erweitern und den Hund über eine Tüte mit Geruchsträger ansetzen, wie beim Mantrailing, damit er die Gegenstände jeder Person finden kann.
Anfangen tut man mit einem Schlüsselbund, dem Handy oder etwas anderem, was man lange an sich getragen hat. Man zeigt es dem Hund und sobald der Hund Interesse zeigt, clickt man und gibt ein Leckerli. Guckt der Hund zuverlässig in Richtung Handy, kann man es etwas weiter weg legen, aber noch in Sichtbereich. Der Hund bleibt im Platz-Bleib und guckt es sich an, wird dann mit einem motivierenden Such Verloren! Losgeschickt und darf zu dem Gegenstand. Sobald er da ist und den Gegenstand noch nicht berührt hat, bekommt er einen Click und Leckerli Ziel ist, dass der Hund sich vor dem Gegenstand ablegt und ihn nicht berueht!
Läuft euer Hund sicher zu dem Handy, könnt ihr das Handy um eine Kurve legen, der Hund bleibt aber im Platz-Bleib und weiß, was gleich passieren wird. Er wird wieder mit Such Verloren! Geschickt und kurz vor dem Gegenstand geclickt.
Um das Platz vor dem Gegenstand einzubauen, legt ihr eine Kette aus Gegenständen, alle schnurgerade mit einem Abstand von ca. 2 Metern zwischen jedem Gegenstand. Ihr setzt den angeleinten Hund ca. 4 Meter vor dem ersten Stück mit Such Verloren! An. Anstatt jetzt vor jedem Gegenstand zu clickern, nehmt ihr die Leine auf, dass der Hund nicht weiter kann und sagt Platz. Sobald der Hund sich abgelegt hat, clickert ihr und gebt ein Leckerli und freut euch ein Loch in die Mütze! Ihr lasst den Hund im Platz liegen und hebt den Gegenstand auf, danach bekommt der Hund nochmal ein Leckerli für das

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So sollte das Abliegen aussehen – Lotta ist konzentriert, hampelt nicht herum und der Gegenstand liegt ruhig kurz vor den Pfoten

Liegenbleiben. Ihr setzt ihn wieder mit Such Verloren! An und weiter geht es! Ein paar Zentimeter vor dem Gegenstand nehmt ihr die Leine auf, so dass sie straff ist, und sagt Platz. Das Ganze macht ihr die Kette, bis kein Gegenstand mehr übrig bleibt.
Das könnt ihr parallel zu dem suchen üben und auch beim Suchen schon nach ein paar mal „Kettensuchen“ abfragen.
Wenn ihr die Schwierigkeit des Suchens erhöhen wollt, dann könnt ihr das draußen versuchen und es zum Beispiel im Gras verstecken. Wenn ihr das Gefühl habt, euer Hund hat verstanden, um was es geht, dann muss er nicht mehr dabei zugucken! Lasst ihn zuhause und geht auf eine Wiese neben eurer Wohnung oder in den Garten und versteckt es dort, ohne, dass der Hund zugucken kann, denn nur so muss er auch wirklich seine Nase benutzen. Setzt ihn wieder mit Such Verloren! An und mittlerweile solltet ihr auch so weit sein, dass ihr das Platz abfragen könnt, wenn euer Hund es nicht sogar schon von alleine anbietet!
Schwieriger wird es, wenn ihr den Gegenstand nicht hinlegt, sonder weg werft, dann kann der Hund euren Spuren nicht mehr nachgehen, sondern muss wirklich den Gegenstand an sich suchen. Ihr könnt verschiedene Gegenstände benutzen, je kleiner, desto schwieriger und umso kürzer getragen, desto schwieriger, weil dann weniger Geruchspartikel an dem Gegenstand haften. Wenn ihr euren Hund wirklich mal arbeiten und ackern lassen wollt und sicher seid, dass er genau weiß, um was es geht und sicher sucht, dann könnt ihr auch nur ein Taschentuch benutzen, welches ihr kurz an eurem Nacken und Handgelenk streift und das dann verstecken! Alternativ könnt ihr auch eine Steinschleuder benutzen und eine Ein-Cent-Münze ins hohe Gras schleudern, das ist die Königsdisziplin!

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Kurz vor dem Anzeigen – Lotta hat es gefunden!

Nummer 2: Teebeutelsuche
Die Teebeutelsuche wird fast genauso aufgebaut, wie das Such Verloren. Man fängt an, den Teebeutel dem Hund zu präsentieren und sofort zu clicken, wenn der Hund den Teebeutel anschaut. Macht er das zuverlässig, kann man den Beutel ein wenig weg werfen und den Hund festhalten (das baut Trieb auf) und dann mit dem Kommando losschicken. Kommt er am Teebeutel an, wird geclickt und der Hund bekommt ein Leckerli. Als nächstes, natürlich auch nur, wenn das sicher sitzt, kann man den Hund wieder warten lassen und den Beutel um eine Ecke verstecken. Ihr merkt, es ist wirklich zu dem Such Verloren. Als Nächstes lässt man den Hund z.B. im Badezimmer und versteckt den Teebeutel in eurem Haus/eurer Wohnung und nehmt den Hund aus dem Badezimmer und schickt ihn los. Findet er es, bekommt er einen Click und seine Belohnung und eine „Party“, schließlich hat er gefunden! Man sollte dem Hund NIE helfen zu suchen, das ist nur kontraproduktiv! Findet der Hund nicht und man merkt, er ist überfordert, ruft ihr ihn ab und schließt ihn wieder ins Badezimmer, nehmt den Gegenstand und legt in wohin, wo es recht offensichtlich ist. Würdet ihr dem Hund helfen, merkt er, dass er eigentlich gar nicht suchen muss, sondern nur durch die Gegend laufen kann und am Ende trotzdem ein tolles Leckerli bekommt! Geht lieber noch einen Schritt zurück und versteckt es einfacher, damit der Hund ohne Hilfe zum Erfolg kommt.
Mit den Teebeuteln könnt ihr natürlich auch nach draußen gehen und alle Sachen machen, die ich beim Such Verloren schon erklärt habe, seid kreativ, versteckt es auf dem täglichen Spaziergang, auch mal auf einem Baum, dass der Hund mal hoch gucken muss, oder im Boden, dass er mal nach unten guckt. Lasst eurer Kreativität vollen Lauf und versteckt es an ganz komischen Orten!
Um die Teebeutelsuche schwieriger zu machen, könnt ihr den Tee brühen und den gekochten Tee verstecken und dann auch nur ein Wattepad, welche ihr kurz in den Tee getaucht habt, suchen lassen. Das sind aber auch wieder die Profiaufgaben, zuerst müsst ihr eine solide Grundlage schaffen!

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Schon gibt es etwas Neues zu suchen!

Nummer 3: Rucksacksuche
Für die Rucksacksuche sollte der Hund schon suchen können, ob das Teebeutel sind, Leckerli oder Spielzeug, Hauptsache, er findet es zuverlässig
Ihr braucht einige Rucksäcke, Taschen, Koffer oder sonst was und legt in ein oder zwei von denen den Teebeutel herein, aber lasst ihn ansonsten leer. Für den Hund versucht ihr das normale Ritual beizubehalten, ob das immer aus dem Bad holen zum suchen oder aus dem Platz, oder welches ihr euch ausgesucht habt. Dann zeigt ihr eurem Hund die aufgereihten Rucksäcke oder Taschen, zeigt auf jede Tasche einzeln und sagt euer Such-Kommando. Wenn er schnüffelt und nichts findet und euch anzeigt, wenn er nichts findet (manchmal ist es nur ein Blick oder ein kurzes Über-die-Lefzen-lecken), geht ihr zu dem nächsten Rucksack oder der nächsten Tasche und sagt wieder euer Kommando. Das wiederholt ihr so lange, bis euer Hund euch einen Rucksack/eine Tasche anzeigt, dann belohnt ihr ihn! Nachdem ihr ihn abgerufen oder ein wenig von den Taschen weg gegangen seid und die angezeigte Tasche weg genommen habt, setzt ihr euren Hund wieder an, bis er alle Taschen/Rucksäcke gefunden hat. Um es schwieriger zu machen, könnt ihr die Rucksäcke näher aneinander stellen, Kleidung hineintun oder den Rucksack selbst verstecken. Lasst auch hier eurer Kreativität freien Lauf! Lotta und ich machen diese Suche relativ oft, weil sie wirklich nach drei, vier Durchgängen total fertig ist und ganz glücklich Wir variieren die Rucksäcke und ob Tee oder Gegenstand immer, damit es nicht langweilig wird. Außerdem darf sie manchmal auch Gegenstände von meiner Mutter suchen und sucht dann den Individualgeruch meiner Mama.
Ihr solltet keine Gegenstände von euch selber in eure Taschen legen, denn der Hund sucht euren Individualgeruch und nicht den Geruch des eigentlichen Gegenstandes, deshalb wird er jede Tasche anzeigen, sie riecht schließlich nach euch. Genauso wenig nehme ich die Taschen meiner Mutter, wenn ihr einen ihrer Gegenstände verstecke, das funktioniert einfach nicht. Selbst wenn ihr Taschen von jemand anderem nehmt, dürft ihr die nicht anfassen, denn selbst das kann schon dazu führen, dass eure Geruchspartikel daran haften und euer Hund euch die Tasche anzeigt!

Wieso sollte ich mit meinem Hund überhaupt Nasenarbeit machen?
Nasenarbeit ist in vielerlei Hinsicht positiv: Die Bindung wird gestärkt, der Hund wird ausgelastet und er bekommt mehr Selbstvertrauen. Besonders für Jagdhunde ist die Arbeit genial, denn sie können ihrem Trieb nachkommen und werden rassespezifisch ausgelastet, ohne jemanden oder etwas zu verletzen oder zu gefährden Zusammen mit dem Hund zu arbeiten macht auch einfach einen Heidenspaß! Wenn jemand nach dem Suchen das Gesicht von Lotta sieht, kann selbst ein Laie erkennen, dass sie Spaß hatte! Lotta hat so auch gelernt, in triebvollen Situationen (wie dem aufstöbern und suchen) auf mich zu hören und zu kommen, wenn ich rufe oder sich hinzulegen, wenn ich es sage. Nasenarbeit sollte jeder mal mit seinem Hund gemacht haben, ihr werdet es nicht bereuen!

Viel Spaß beim Ausprobieren und berichtet, wie es gelaufen ist!

Paula

  • 25.01.2016

Ich will das nicht!

Hallo!

 

Heute darf ich mal wieder etwas zum Besten geben!
Eine Geschichte aus meiner Kindheit, die mich bis heute prägt, das habe ich mir vorgenommen. Was heißt Kindheit, so lange ist das noch gar nicht her, da war ich vielleicht 2, also eher mitten in der Pubertät, die ich natürlich NIE hatte! Continue reading „Ich will das nicht!“