Wandern im Harz

Bei mir war das Reisefieber mal wieder zu stark! Lotta und ich sind über Silvester in den Harz gefahren, um dort wandern zu gehen und eine Auszeit zu nehmen. Obwohl das Wetter nicht immer spitzenmäßig war, war es wunderschön!

Lotti und ich sind halbwegs wandererprobt. Bei uns sind wir schon öfter fünf Stunden und auch mehr am Stück unterwegs gewesen, haben die 25km schon geknackt und der gröbste Orientierungssinn ist auch vorhanden. Dennoch habe ich gleich nach der Ankunft im Harz eine Wanderkarte gekauft. Lieber Vorsicht, als Nachsicht, denn nichts ist schlimmer, als sich zu verlaufen. Wenn dann der Handyakku leer ist, steht man verloren im Wald!

Außerdem sind wir jetzt stolze Besitzer des Sammelheftes der „Harzer Wandernadel“ und haben schon einige Stempel!

Gleich am ersten Tag ging es für uns auf den Brocken hoch. Geparkt habe ich im verschneiten Schierke. Den ersten Tag wollte ich ruhig angehen, lieber erstmal den Harz auf mich wirken lassen und mich und Lotti nicht gleich überfordern! Eine knapp zehn Kilometer lange Tour mit ordentlich Steigung war mir da lieber, als gleich knappe 27km zu laufen…

Im Gepäck hatte ich neben der Wanderkarte und dem Stempelheft die übliche Verpflegung. Ein Brötchen für mich, etwas getrocknete Entenbrust für Lotta und vor allem viel Wasser. Dazu noch ein Handtuch und einen Hundemantel. Beides brauchten wir!

Der Aufstieg war wunderschön und gut machbar. Lotta hatte ich am Zuggeschirr und sie war ziemlich motiviert und hat ordentlich gezogen. Die teils steilen Etappen haben wir langsam aber stetig erklommen. Schon nach kurzer Zeit hat es angefangen zu schneien.Wir haben uns weiter vorgekämpft und nach nur guten zwei Stunden oben auf dem Brocken ankamen. Und auf einmal war Land unter! Das Wetter als bescheiden zu beschreiben, wäre eine Untertreibung. Der Schnee oder Schneehagel ist uns waagerecht ins Gesicht geflogen, wir konnten nicht geradeaus schauen! Lotta habe ich dann ins Handtuch gewickelt und auf den Arm genommen, um sie vor dem gröbsten zu schützen. An einen Aufstieg zur Wetterstation war gar nicht zu denken und somit starb der Traum von einer Wandernadeln vom Brocken…

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Zum ersten Mal Schnee diesen Winter!

Wir haben uns ein Herz gefasst (und ganz tief in die Tasche) und sind leider mit der Brockenbahn zurück. Sehr schade, aber bevor wir im Schneesturm verloren gehen oder uns verletzen, gehe ich lieber auf Sicherheit!

In Schierke angekommen war das Wetter bedeutend besser, so dass wir unbeschadet zurück zur Unterkunft kamen.

Für den nächsten Tag, Silvester, haben wir uns eine längere Etappe herausgesucht. Gute 20km mit knapp 500hm standen auf dem Plan: Von Treseburg aus sollte es nach Thale zum Hexentanzplatz gehen und von dort aus zurück durch das Bodetal. Das Wetter war großartig, angenehme Temperaturen und sogar die Sonne hat sich blicken lassen! Nach einer Einkehr in der Gaststätte am Hexentanzplatz – mit einer leckeren Himbeertorte – wagten wir den Abstieg ins Bodetal. Es war zwar ziemlich anstrengend, aber wir wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt! Lotta durfte zwischendurch immer mal wieder ohne Leine laufen, damit sie rechts und links schnüffeln konnte. Gezogen hat sie am Geschirr auch wieder ziemlich konstant.

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An der Teufelsmauer waren wir auch noch

Zum Ende hin wurde der Weg deutlich flacher. So konnte man auf den letzten Metern noch ordentlich Gas geben, denn es zogen dunkle Wolken auf und bei Regen brauche ich nicht im tiefen Wald unterwegs zu sein! Letztendlich sind wir trockenen Fußes zum Auto gekommen.

Silvester haben wir dieses Jahr wohl verschlafen. Kurz nach Mitternacht bin ich von den Raketen wach geworden, habe sie kurz bewundert und dann weitergeschlafen! Lotta hat davon gar nichts mitbekommen.

Am letzten richtigen Tag wollte ich knappe 30km wandern. Leider war meine Planung wohl ziemlich schlecht, denn der Weg führte durch eine Burg hindurch. Kann man damit rechnen, dass die nicht jeden Tag geöffnet hat? Nach nur wenigen Meter drehten wir also um und machten noch einen kleinen Waldspaziergang. Der Rest des Tages verlief ähnlich ruhig und wir sind nur ein wenig an der Teufelsmauer auf und ab gegangen.

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An der Teufelsmauer durfte Lotta auch zum Großteil frei laufen. Nur wenn mir der Abhang zu steil oder zu tief war, habe ich sie mit dem Geschirr gesichert.

Wandern im Harz ist auf jeden Fall bedeutend schöner als bei uns in der Region. Die Wanderwege sind deutlich besser ausgeschrieben, die Gefahr, dass man sich verläuft, ist geringer, und die Landschaft viel schöner! So schnell wird uns der Harz wohl nicht mehr los!

Paula

  • 03.01.2018
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