Prey Model Raw – Der erste Schritt

Prey Model Raw bezeichnet ein Fütterungsmodel, welches zu 80% aus Muskelfleisch, 10% aus Knochen, zu 5% aus Leber und zu 5% aus anderen sekretierenden Organen besteht.

Dabei versucht man, das natürliche Beutetier des Wolfs so originalgetreu wie möglich nachzubauen. Theoretisch kann man seinen Hund auch nur mit ganzen Beutetieren, wie Kaninchen oder Lamm, ernähren. Das ist aber absolut nicht notwendig!

Am Anfang wäre ein vollständiges Mahl für euren Hund nicht zu verdauen, weil er nach
eventuell jahrelanger Fertigfütterung eine relativ basische Magensäure entwickelt hat. Die muss sich erst wieder ansäuern, damit der Hund die Nährstoffe optimal verdauen und aufnehmen kann.

Deshalb lest ihr so oft, dass man mit Huhn anfangen soll! Huhn ist ein weißes Fleisch und relativ proteinarm. Das ist für einen Hund in der Regel leichter zu verdauen, wobei sich ein anderes weißes Fleisch, wie z.B. Kaninchen, ebenfalls eignet.

Generell lässt sich sagen, dass je höher der Proteingehalt ist, desto schwerer bekömmlich, aber desto reicher an Nährstoffen ist das Fleisch.

Am besten füttert ihr Hühnerschenkel oder ein ganzes Suppenhuhn zu Anfang, je nach der Größe des Hundes. Knochen sorgen durch das enthaltene Kalzium, welches zum Teil wieder ausgeschieden wird, für einen festen Kot. Würde man nur Hühnerbrust füttern, ist die Gefahr von Durchfall hoch. Ihr könnt euren Hund auch einen Tag fasten lassen, bevor ihr ihm das neue Futter präsentiert. So hat er nämlich mehr Hunger und verweigert das Futter nicht. Eine Futterverweigerung kann bei beiden zu Stress führen, was nicht gewollt ist. Sollte der Hund das Fleisch partout nicht fressen wollen, kann es nach 15 Minuten wieder in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag wieder serviert werden. Ein gesunder Hund verhungert nicht vor dem gefüllten Futternapf!

Euer Hund verweigert das Fleisch vielleicht,weil er ein Fertigfutter mit vielen Lockstoffen gewöhnt ist. Die sind in Fleisch natürlich nicht enthalten, weshalb es für ihn weniger verlockend riecht. Ist er aber erst einmal auf den Geschmack gekommen, frisst er es bestimmt lieber als Fertigfutter!

Verträgt der Hund das Hühnchen sehr gut und hat einen festen Stuhl, ist es an der Zeit, ein neues Protein zu integrieren. Kaninchen oder ein anderes Geflügel ist ebenfalls leicht verdaulich und eignet sich deshalb als zweites Protein. Zu Anfang ersetzt ihr immer nur einen Teil der Mahlzeit mit dem neuen Protein. Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Hund die Menge gut verträgt, erhöht ihr sie, bis er problemlos eine ganze Mahlzeit nur mit dem zweiten Protein futtert.

Verträgt der Hund das zweite Protein ebenfalls – bis dahin dauert es teilweise zwei, drei Wochen – kann man mit dem Füttern von Innereien anfangen. Aber Vorsicht! Zuviele Innereien auf einmal verursachen Flitzekacke! Am besten mischt ihr zuerst nur Ministücke unter das normale Futter und testet euch bei der Menge an Innereien langsam hoch. Der Hund braucht nicht jeden Tag Innereien, es reicht auch, wenn man die wöchentliche Menge an Innereien auf drei Tage aufteilt. Ebenso verhält es sich mit Knochen. Übrigens ist es schlau, Knochen und Innereien an den gleichen Tagen zu geben, weil Knochen den Kot hart machen und Innereien weich. Zusammen gefüttert ergibt das einen perfekten Schiet! 😛

Wenn der Hund die Innereien auch so weit verträgt, kann man eine Mahlzeit durch Fisch ersetzen. Fisch ist kein Muss auf dem Speiseplan des Hundes, aber es empfiehlt sich zum Omega-6-Ausgleich. Wenn euer Hund keinen Fisch mag, dann müsst ihr entweder Fischöl füttern oder Fleisch aus reiner Weidehaltung bzw. Wildfleisch, damit der Überschuss an Omega-6 aus dem Mastfleisch kompensiert werden kann (mehr dazu gibt es bald!).

Die Lotta spricht

Ach herrje! Da macht das Frauchen wieder so einen Hokus Pokus aus meinem Futter! Ich meine, so schwierig ist es doch nicht, mir ein wenig Fleisch in den Napf zu tun! Und die soll sich mal nicht so anstellen, ich habe das neue Fressi ja wohl von Anfang an super vertragen. Gut, bis auf die Ausnahme mit dem Rindfleisch. Und dem Fisch. Und dem Lamm.

Aber ich schwöre, das Hühnchen habe ich geliebt! Außerdem haben wir es letztendlich ja doch noch geschafft und mittlerweile liebe ich mein Futter. Egal ob Lamm oder Rind oder was auch immer auf der Speisekarte steht!

Falls ihr noch Fragen habt, wie man mit Prey Model Raw startet, könnt ihr mir einfach ein Kommentar schreiben!

Eure Paula

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