Bin ich ein Helikopterfrauchen?

Midoggy hat vor kurzem zu einer neuen Blogparade aufgerufen. Das Thema: Helikopterfrauchen, also jemand, der ständig um seinen Hund herum scharwenzelt und immer und überall ein Auge auf ihn haben muss. Viele würden jetzt wahrscheinlich aufschreien und Widerworte einlegen, aber ich würde mich selber nicht als Helikopterfrauchen bezeichnen.

Lotta darf auf dem Spaziergang machen was sie möchte, sie darf hier mal schauen, da mal buddeln. Gestern erst waren wir im Harz bei meiner Tante, mit Lotta waren es fünf Hunde im Haus. Lotti ist kein Hund, der von sich aus hündische Nähe sucht. Mit einer der Hunde hat sie vor Jahren auch mal wirklich Stress, wobei die beiden mittlerweile ganz entspannt miteinander umgehen und sich ignorieren. Die anderen drei kannten wir nicht. Ich bin gleich mit meinem Hund Gassi gegangen, nach 2 Stunden Auto fahren und noch mal 2 Stunden Restaurant sitzen brauchte sie das. Währenddessen durfte sie schnüffeln, mal gucken ob das Reh im Wald wirklich echt ist (sie war immer an der Leine und hat das Reh natürlich nicht gefährdet) und eben den Kopf in den Waldboden stecken. Kurzum, sie durfte Hund sein. Das einzige, was ich wirklich verlange, ist Aufmerksamkeit. Sie soll mich keineswegs unentwegt anhimmeln oder bei Fuß laufen, aber kommen wenn man ruft, dass sollte schon klappen. Als wir im Haus waren, haben die Hunde sie ziemlich überrumpelt. Lotzi war obercool und hat die Unbeteiligte gemimt. Einer der Hunde hat zwischendrin Lotta angeknurrt, worauf hin sie bebellt hat. Alles in Ordnung, die Hunde haben das in dem Fall unter sich geklärt. Lotta brauchte ihren Raum, der andere Hund fand sie scheiße. So spielt das Leben. Warum sollte ich da eingreifen?

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Ja, Lotti schläft auch mal im Bett. Ist für alle schön kuschelig!

Dann hat sie letzte Woche ganz schlimm gehumpelt, konnte ihr Vorderbein kaum noch aufsetzen. Ja, ich habe sie an dem Tag durch die Gegend getragen (für wen war das bloß schöner, für mich oder für Frau Lotta?), aber da der Tierarzt an dem Tag schon zu hatte und sie ihr Futter ganz normal gefressen hat, wollten wir den Besuch auf den nächsten Tag verschieben. Ein Hund kann sich nun mal vertreten und bei ihr standen alle Zeichen auf ein Vertreten oder simplen Muskelkater. Am nächsten Tag war alles weg. Dann noch zum Tierarzt? In dem Fall nicht.

Frisst Lotti mal einen Tag nicht, ist das halt so. Zwangsernähren oder aus der Hand füttern? Ganz bestimmt nicht! Vielleicht ist sie satt, hat keinen Hunger oder möchte einfach nicht. Ihrer Figur schadet das auf keinen Fall!

Allerdings bekommt sie einen Mantel an, wenn es kalt ist. Sie darf mit ins Bettchen, wenn sie möchte. Lotta wird regelmäßig geduscht, weil sie sonst stinkt. Sie wird geliebt und betüddelt, aber bestimmt nicht „helikoptert“.

Ich bin übrigens bereit, über den Begriff „Windmühlenmutter“ zu diskuttieren. In bestimmten Bereichen bemuttere ich, in den meisten aber nicht 😉

Wie seht ihr das? Zählen Mantel und Co. Bei euch als Überbehütung? Oder „helikoptert“ ihr sogar selber?

Paula

  • 30.10.2016
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