Leben mit Jagdhund

Lotta ist ein waschechter Terrier und ein waschechter Terrier jagt gerne. Natürlich macht Lotta das auch, und da nimmt sie nur wenig Rücksicht auf Verluste. Mittlerweile ist sie „zum Glück“ schon bald sechs Jahre alt und die Flausen in ihrem Kopf gehen so langsam aber sicher aus. Sie orientiert sich stärker am Menschen, hüpft auch gerne mal ohne Hasen vor der Nase durch das Feld und wenn wir einen Hasen sehen bleibt sie halbwegs ruhig und hängt nicht mehr kreischend in der Leine. Aber eines ist geblieben: Sie liebt es Spuren zu suchen!

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Mäuse suchen findet Lotta genial!

Jetzt machen wir auch Mantrailing und dort soll sie die Spuren suchen, aber auf einem entspannten Spaziergang braucht sie das nicht. Meist schaltet sie dabei auch so den Kopf aus und die Nase ein, dass alles außer der Fährte gerade total uninteressant scheint. Da wir bei dem heißen Wetter eher im Wald unterwegs sind als im offenen Feld muss Lotta immer an die Schleppleine. Im Wald lauern einfach viel zu viele interessante Gerüche! Lotti stört die Leine gar nicht, mehr als 15 Meter entfernt sie sich im Normalfall eh nicht von mir und da wir eine ganz dünne Biothaneleine haben, ist auch das Gewicht sehr gering.

Aber wie kann man einen Jagdhund ohne Jagen gut auslasten?

Zuerst sollte man herausfinden, was der Hund am Liebsten mag. Das Aufstöbern, auf Sicht jagen oder eher das Anzeigen? Das Hetzen, Schütteln oder Töten? Hat man einen reinrassigen Hund ist es meist einfacher als bei Mischlingen, denn die sind Rassen nur für ein Aufgabengebiet gezüchtet worden. Lotta macht für das Suchen alles, deshalb geht sie auch so gerne irgendwelchen Fährten hinterher.

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Manchmal darf Lotta auch den Weg vorgeben – dabei entdecken wir immer tolle Plätze!

Sobald man herausgefunden hat, was der Hund am Liebsten mag, kann man genau damit arbeiten. Um Lotta wirklich müde zu machen muss ich nur auf eine große bewachsene Wiese gehen und dort ein paar Gegenstände auslegen, die sie dann suchen kann. Je nach dem kann man seinen Hund schon gut beschäftigen. Ein nicht ausgelasteter Jagdhund ist eine Katastrophe!

Außerdem kann man mit jedem gesunden Hund Fahrrad fahren, lange Spaziergänge machen, schwimmen gehen oder Inliner fahren, alles wo der Hund viel laufen muss! Damit Lotta müde und zufrieden ist muss man mit ihr jeden Tag mindestens drei Stunden Gassi gehen oder sie sehr viel geistig auslasten, denn nur Fahrrad fahren reicht nicht. Dazu kommen Denkspiele, Suchaufgaben oder ähnliches. Natürlich kommt sie auch mal ein paar Tage mit weniger aus, aber danach wird es unangenehm. Sie kommt nicht zu Ruhe, tigert auf und ab, fängt vermehrt an zu bellen und läuft im Garten wie eine Bekloppte!

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Auf der Suche nach ihrem Dummy

Demnächst zeige ich noch Ausschnitte aus einem Waldspaziergang, wo Lotta relativ artig war und sehr schön mit den Gedanken bei mir, außerdem werde ich erklären, wie wir gerade an ihrem „Jagdproblem“ arbeiten und es halbwegs in den Griff bekommen haben!

Paula

  • 28.06.2016
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