Typisch Terrier oder nicht?

Motti ist nicht umsonst ein Terrier, sie verhält sich auch ganz terriertypisch. Ich weiß nicht, ob sich alle Terrierhalter so fühlen, aber manchmal ist es wie mit einem kleinen, bockigen Kind (nach meiner Erfahrung mit drei Gastgeschwistern kann ich das auch sagen!). Lotta ist nicht einfach, aber wenn man einmal ihren Respekt verdient hat und sie weiß, wo es lang geht, kommt man gut mit ihr klar! Nichtsdestotrotz darf sie sich in der heutigen Gesellschaft nicht immer so verhalten, wie sie es möchte Ich als Hundehalter bin in der Verantwortung, dass mein Hund niemanden beißt, anknurrt oder auch nur bedrängt Jeden Tag sehe ich Menschen, die ihre Terrier machen lassen, was sie möchten, und das geht in den seltensten Fällen gut aus! Wir haben viele auffällige Hunde in der Stadt, aber bestimmt die Hälfte davon sind Terrier. Das fällt oft auch Lotta und mich zurück, obwohl sie sich wirklich gut benimmt.

Aber was ist dann so typisch Terrier an ihr?

Lotta brauch eine „harte Hand“. Konsequenz muss in der Hundeerziehung eh groß geschrieben werden, aber bei Terrier ist das wirklich ein Thema! Früher ist uns die Maus auf der Nase herum getanzt und hat so ziemlich gemacht, was sie will, weil wir alles andere als konsequent waren. Seitdem wir angefangen haben zu trainieren und wirklich konsequent zu sein, hat Lotti angefangen zu hören und mich zu respektieren! Mit harter Hand meine ich auf keinen Fall, dass man einen Terrier schlagen muss, dass sollte man überhaupt nicht! Trotzdem muss Lotta zumindest wissen, wenn sie etwas falsch gemacht hat, sie bekommt ein Nein! Oder wird an gepustet, das findet sie nämlich echt doof. Nur so lernt sie aber, würde ich sie nur bestätigen, wenn sie etwas richtig macht, wäre sie verwirrt, die Methode haben wir zwischenzeitlich auch ausprobiert.

Außerdem reagiert Lotta aggressiv, wenn sie Angst hat. Sie fängt an zu knurren, zu bellen, an der Leine zu ziehen und weiß der Teufel was! Gibt man ihr die Sicherheit und sagt ihr, was zu tun ist, indem man im Fuß an der Gefahr vorbei geht, dann ist sie abgelenkt und hat in dem Moment kein Auge für die Angst. Das macht sie übrigens oft bei großen, hellbraunen Hunden, weil sie von denen schon gebissen wurde und dementsprechend unsicher ist. An dem Problem arbeiten wir natürlich, denn ich möchte keinen Hund, der an der Leine bellt und pöbelt, weil er Angst hat! Mittlerweile wird es auch immer und immer besser.

Wenn Lotta etwas angefangen hat, dann bringt sie es auch zu Ende, egal was das ist. Sie zieht alles durch, besonders beim Suchen fällt das einem auf! Genauso wäre das bestimmt auch, wenn sie auf die Jagd gehen würde, allerdings tut sie das ja zum Glück nicht, und wenn sie anfängt zu schnüffeln und eine Spur zu suchen, muss ich sie an die Leine nehmen, sonst würde sie bestimmt hinterher gehen.

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Lotti muss am Tag auch viel Gassi, 4 Stunden sind wir schon täglich unterwegs!

Aber ob sie deshalb typisch Terrier ist? Nein.

 

Sie lässt sich etwas sagen, sie nimmt Kommandos total gerne an und genießt es, mit mir Unterordnung zu machen, Lotta hat total Spaß daran. Obwohl sie ein Terrier ist, kann ich sie problemlos frei laufen lassen. Als Welpe hat sie schon gelernt, dass man auf ein „Hier!“ möglichst schnell zurück kommen soll, weil sich das total lohnt!

Lotti hat zwar nur eine Bezugsperson, hört aber auch auf andere Menschen ohne Probleme, nachdem man sich ihren Respekt etwas verdient hat. Heißt, nachdem man ihr gezeigt hat, wie der Hase läuft und ihr sagt, dass man auch bei anderen keinem Hasen nachgeht, hört sie ganz normal. Sonst könnten wir sie gar nicht zu Freunden bringen!

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Nicht unerschöpflich, aber lauffreudig!

Mein Hund ist zum Glück auch nicht unerschöpflich, wenn man mit ihr mindestens drei Stunden am Tag Gassi geht, dann ist sie körperlich ausgelastet. Baut man beim Spaziergang ein paar Tricks ein und lässt sie etwas „verlorenes“ suchen, ist sie auch geistig ausgelastet und total zufrieden!

Lotta ist also im Prinzip eine für mich perfekte Mischung aus typisch aufgeweckter Terrier und alles andere als typisch Terrier, und genau das liebe ich an ihr!

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick in Lotz bekommen, denn sie ist weder typisch Terrier, noch untypisch Terrier!

Paula

  • 10.06.2016
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