Schattenseiten der Hundehaltung – Was hat man denn von so einem Hund?

Nachdem letzte Woche Katharina von @hansehund auf Instagram einen Beitrag über die Schattenseiten der Hundehaltung geschrieben hat, bin ich heute an der Reihe. Falls ihr mehr über die negativen Aspekte erfahren wollt oder in neuen Hundeblogs und -Youtubeaccounts interessiert seid liste ich euch noch mal alle Teilnehmer auf!

1.4. = Trailer
2.4. =jagender Hund /Jagdhund – von Kuscheltier zur Bestie mit blutigem Hasen im Maul. Streuselnase Jamie
3.4. = Thema: Problemhunde,  Kuschelmonstertube
4.4. =  Thema: Studium mit Hund
5.4. = Modehund Aussie – Traum oder Albtraum? Amy Aussie
)6.4. = 24/7 mit dem Hund – wenn das Alleine bleiben nicht funktioniert, Glückslabilitätsstabilisator
7.4. = Berufstätig mit Hund, Wufflog
8.4. = Wenn der Hund alt wird, Chewie the dog
9.4. = Tierarzt u. Krankheiten, Trickdogs Cecco und Cira
10.4. = Putzen, Ordnung und Sauberkeit //  Mädchenhund
11.4. =  Kleinhunde – immer süss und nett? NEIN – Minidancers
12.04 = Und wenn man es geschafft hat? – Wie man ploetzlich ohne Unterstuetzung dasteht // Paula von Queen-Lotta

Lotta habe ich vor gut 5 Jahren bekommen, komisch wie schnell die Zeit vergeht! Ich war gerade mal 11 und wollte unbedingt einen Hund haben, am Liebsten eigentlich ein Pferd, aber das konnte ich mit meiner Pferdeallergie eh vergessen und gegen Kaninchen war ich auch allergisch, genauso wie Meerschweinchen, Katzen und so ziemlich alles andere. Ich wollte aber Verantwortung übernehmen, gerne auch mehr als für Fische, und Hunde habe ich schon immer total gemocht, also lag es für mich nah, nach einem Hund zu fragen. Natürlich fanden meine Eltern Hunde toll und niedlich, aber ein eigener Hund kam nie in Frage.

Aber was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe, dass wird durchgezogen!

Ich habe genervt, genervt und genervt, meine Eltern konnten es nicht mehr hören. Außerdem habe ich gute Noten in der Schule gehabt, viel gelernt und noch mehr genervt. Irgendwann meinten meine Eltern, dass wir ja mal nach einer Rasse gucken könnten, am Besten groß und niedlich. Von Boxer über Dalmatiner sind wir zum Welsh Terrier gekommen. Ein Freund meines Opas züchtet Welsh Terrier, der Grund wieso wir überhaupt auf die Rasse gekommen sind, und wir sind „nur mal gucken´´ gefahren. Wir hatten das Glück eine junge Hündin zu sehen, die vom letzten Wurf übrig geblieben ist. Sie war gerade mal drei Monate alt und so niedlich, dass ich mich sofort verliebt habe. Wir sind dann noch mit den älteren Welshies Gassi gegangen, um das Temperament und den Charakter besser einschätzen zu können und es hat einfach gefunkt! Zum Glück war der nächste Wurf schon geplant und ein paar Wochen später war Lotta geboren.

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Mein Lieblingshund! Obwohl sie mir so oft den letzten Nerv raubt und ich mich oft durchringen muss, doch noch Gassi zu gehen, lohnt es sich jeden Tag!

Klingt wie im Bilderbuch, Kind hat gefragt, bisschen Überzeugungsarbeit geleistet und mit den Wimpern geklimpert, schon war der Hund im Haus. Und die Eltern hatten den Salat.

In der ersten Zeit fand ich Lotta noch total toll, habe mich gerne mit ihr beschäftigt und mich total gefreut. Dann kam die Pubertät – nicht nur Lottis, sondern auch meine! Lotta hat mit dem Jagen angefangen, fand anderes plötzlich viel spannender als Frauchen und ich war es leid. Ich bin nicht mehr lange Gassi gegangen, nur noch das Nötigste und habe den Spaß verloren. Es klingt wie ein Klischee, aber mittlerweile kann ich sagen, dass man als Kind nach einer Weile den Spaß am eigenen Hund verliert und die Eltern einspringen müssen.

Als Lotta drei Jahre alt war hatte sie eine entzündete Bauchspeicheldrüse.Ihr ging es blendend, bis sie eines Tages sich mehrmals übergeben hat und zusammengebrochen ist. Zum Glück waren meine Eltern zuhause und wir konnten sofort zum Tierarzt fahren. Auf der Fahrt lag sie auf meinem Schoß und hat nur noch ganz unregelmäßig geatmet, ich saß selber Tränen überströmt auf dem Rücksitz und habe nur noch gehofft, dass wir es rechtzeitig zum Tierarzt schaffen. Damit aber nicht genug, Lottas Blutwerte waren so im Eimer, dass uns keine wirkliche Diagnose gegeben werden konnte, also wurde sie an den Tropf geschlossen und wir mussten warten. Der Hund war so fertig und krank, dass sie nicht ein Mal aufgestanden ist, sondern wirklich die ganze Prozedur über sich hat ergehen lassen. Danach konnte sie wieder laufen, hat ein Leckerlie gemümmelt und gab sich gesund, also haben wir sie mit nach Hause genommen, allerdings mussten wir den nächsten Tag wieder hin, damit sie wieder an den Tropf konnte. Das haben wir ein paar Tage so gemacht und es ging ihr jeden Tag besser, allerdings fand sie es natürlich gar nicht schön jeden Tag zum Tierarzt fahren zu müssen (wir übrigens auch nicht :D).

Hätte ich nicht die enorme Unterstützung meiner Eltern, oder wäre ich den Tag alleine zuhause gewesen, würde es Lotta mittlerweile gar nicht mehr geben, ein schrecklicher Gedanke!

Hätte ich die Unterstützung meiner Eltern nicht, dann würde ich nicht in Amerika sein, sondern in Deutschland.

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Damit der Hund gut mit anderen auskommt, bedarf es manchmal langes Training, nehmt das nicht auf die leichte Schulter!

Wenn ihr denkt, dass ihr es schafft, den Anschaffungspreis eures Hundes zu bezahlen, schön und gut. Leider ist ein Hund viel viel mehr, alleine die Erstausstattung kann schnell in die dreistelligen Bereiche rutschen, selbst wenn man vergleichsweise günstige Sachen kauft. Fängt der Hund irgendwann an, Mist zu bauen, und das wird er relativ sicher, denn jeder Welpe kommt früher oder später in eine Rüpelphase, sind die Eltern verantwortlich.

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Was passiert, wenn man den Hund doch nicht freilaufen lassen kann? Obwohl man es sich so sehr erhofft hatte? Kommt man damit klar oder landet der Hund, wie so viele andere auch, im Tierheim?

Aber als Kind muss man da auch entgegen kommen, ich erziehe Lotta zum Beispiel komplett alleine, meine Eltern helfen mir dabei nicht, sondern bauen auf den Grundlagen auf und arbeiten (zumindest im Moment) daran, dass Lotta die nicht vergisst und sie annimmt. Ich erinnere meine Mutter daran, wieder einen Termin beim Tierarzt zu machen oder Wurmkuren zu kaufen, sie ruft beim Arzt an oder fährt hin und holt die Tabletten. Ich bestelle das Futter, meine Eltern bezahlen und füttern manchmal Lotta.

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Auch die Grunderziehung muss sitzen, und das kann manchmal ganz langweilig sein!

Um einen Familienhund zu haben, muss man als Familie zusammen arbeiten. Man muss an einem Strang ziehen, man muss Teamfähigkeit beweisen und vor allem müssen alle es von ganzem Herzen wollen, denn sonst funktioniert es nicht!

Ich hoffe, dass ihr es euch gut überlegt, ob ihr wirklich einen Hund haben möchtet und zieht unbedingt eure Eltern mit in das Gespräch ein, aber überzeugt sie nicht, sondern versucht, euren Wunsch auszusprechen und sie dann darüber nachdenken zu lassen. Sind sie von sich aus überzeugt, spricht nichts gegen einen Hund, aber wenn ihr sie wirklich überzeugen müsst, dann lasst es lieber, denn ohne die volle, hundertprozentige Unterstützung eurer Eltern steht ihr schnell alleine da!

Paula

  • 12.04.2016

 

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