Was an „Wie überrede ich meine Eltern, mir einen Hund zu kaufen?“ so verkehrt ist

Wenn man wie ich gerne und häufig auf Instagram unterwegs ist und mal durch die Feed Seiten scrollt um neue Accounts zu entdecken, kommt man auf kurz oder lang nicht umher, eine „@traumvomhund“ Seite zu finden. Mir geht es hier auf keinen Fall um Sheltie Bailey , sondern um die Accounts dreizehnjähriger Mädchen (oder Jungs), die sich dringlichst einen Hund wünschen. Früher oder später wird dann immer gefragt, wie man denn seine Eltern überzeugen kann, endlich diesen Hund zu kaufen. Man hätte sich schließlich schon Gedanken um die Rasse UND den Züchter gemacht, alles ist paletti, nur die Eltern spielen nicht mit. Doof aber auch.

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„Nun ja ihr sollt mir Tipps geben […]“ – Kein Bitte, kein Danke, aber her mit den Tipps!!!

Übrigens kann man ein Schema erkennen: Der Account gehört meist wirklich Mädchen, sie haben schon eine genaue Vorstellung, wie der Hund sein soll und besonders wie der Hund aussehen soll, am Besten auch schon eine Rasse im Kopf (hauptsächlich Australian Shepherds, Collie/Sheltie, Labrador und Border Collies) und vielleicht sogar einen Züchter im Hinterkopf. Im ersten Post lernen wir oft den Besitzer des Accounts kennen, meist jedoch nicht namentlich, das Internet ist schließlich pööööööse, und natürlich warum er/sie sich einen Hund wünscht (in 9 von 10 Fällen fand man Hunde einfach total niedlich und außerdem hat man irgendwo mal gehört, dass es sich gut auf die Psyche eines Kindes auswirkt). Der nächste Post besteht meist aus einem Foto eines 10k+ Accounts mit der gewünschten Hunderasse und einem kopierten Wikipedia-Eintrag über den Collie, Shepherd etc. Entweder fragt man da schon nach „Tipps, wie ich meine Eltern endlich überzeugen kann“, oder man postet am nächsten Tag einfach ein ähnliches Bild mit der Wunschhunderasse und fragt da nach.

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Zwei ganz unterschiedliche Accounts – aber doch fast gleich

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Was so schlimm daran ist?

Man sollte seine Eltern nicht überreden müssen, einen Hund zu kaufen. Man kann sie in die richtige Richtung schubsen und sagen, wie gerne man doch einen Hund hätte und dass man doch so gut auf das Kaninchen aufgepasst hat, aber die Eltern sind immer noch diejenigen, die alles bezahlen und im Notfall den Hund aufnehmen.

Egal, wie gerne ein Kind einen Hund möchte, wenn die Eltern nicht 100% dahinter stehen, wird es ein Desaster. Und ja, ich weiß genau, wovon ich rede. Ich habe meine Eltern auch überredet und ich will gar nicht sagen, dass das ein Fehler war, denn sonst hätte ich heute meine Lotta nicht, aber ich würde es nicht noch einmal machen. Als Kind (ja, ich sehe selbst mich mit meinen fast 17 Jahren noch als Kind) hat man noch nicht den Weitblick und Konsequenz, um einen Hund richtig zu erziehen.

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Ich frage mich auch, wie man die Akzeptanz in Prozent messen kann…

Lotta war jahrelang ein totales Mistvieh, hat nicht gut gehört, hat mich nicht akzeptiert und war im Großen und Ganzen einfach ungehorsam. Mit 13 habe ich dann die Hundeschule gewechselt und angefangen, mit Lotta richtig umzugehen. Ich habe längere Spaziergänge gemacht als vorher, war viel konsequenter und mich viel mehr mit dem Thema Hund auseinander gesetzt. Nach und nach hat Lotti angefangen, mich wirklich zu respektieren und zu gehorchen, endlich! Meine Eltern haben aber in der Zeit nichts gemacht. Sie haben mich zwar die ganze Zeit unterstützt und Lotta z.B. an der Leine gelassen, wenn ich gefragt habe, ob das geht, aber die wirkliche Arbeit blieb an mir hängen. Natürlich hat es mir Spaß gemacht, sonst hätte ich das ja nicht getan, aber ich habe auch mit einem meiner liebsten Hobbys aufhören müssen, mit dem Ballett. Ich hatte keine Zeit mehr, es ist mir alles über den Kopf gewachsen und ich wollte auch nicht mehr, es war zu anstrengend. Kurz darauf habe ich allerdings wieder mit Hip Hop angefangen, das war aber gut ein Jahr später.

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Mittlerweile ist das Mistviech auch eine ganz liebe Schmusebacke, gerade noch mal die Kurve gekriegt!

Man muss immer bedenken, dass wenn man seine Eltern überredet, die Arbeit an einem selber festhängt, ohne wenn und aber. Ich habe Lotta erzogen, ich habe ihr die Kommandos beigebracht und ich gehe (normalerweise) hauptsächlich mit ihr Gassi. Im Moment unterstützen meine Eltern mich zum Glück ganz doll, aber sie sind auch ziemlich angefressen von Lotti. Wenn ich später studiere wurde mir sogar schon gesagt, dass ich den Hund gefälligst mitzunehmen habe, damit könnte man ja nichts anfangen 😀

Außerdem hat man als Kind oder Schüler auch kein geregeltes Einkommen. Man hat kein Geld, um den Tierarzt zu bezahlen, um die Hundeschule zu bezahlen, das Futter, neue Halsbänder und Leinen oder gar den Hund an sich. Das zahlen alles die Eltern. Besonders die Erstausstattung kann schnell sehr viel Geld kosten, man braucht Halsband, Leine, Näpfe, mindestens ein Bett, eine Decke, Geschirr und Anschnallgurt für das Auto oder alternativ eine Box, Kotbeutel, Spielzeug und den Hund. Zu Anfang sollte man in die Hundeschule gehen, das kostet ebenfalls Unsummen, genauso wie festes Schuhwerk und Jacken, wenn man keine Regen-, Wind- und Schneejacke im Schrank hat.

Besonders das Futter und der Tierarzt sind regelmässige Ausgaben, die nicht zu verachten sind, im Monat kommt da einiges zusammen. Darauf bleiben die Eltern sitzen. Kommt es zu einem plötzlichen Arbeitsverlust oder muss der Hund auf einmal operiert werden, kann das schnell zu Geldengpässen führen, man sollte immer etwas Geld übrig haben, um solche Notfälle finanzieren zu können.

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Welche Eltern interessiert es denn, ob das Kind auf einmal 2.000 Instagramfans hat, die bei dem „Hundetraum“ helfen?

Man kann sich noch so viele Züchter im Internet anschauen, noch so viele andere Instagrammer stalken oder mit anderen Hundehaltern Gassi gehen, ein Welpe ist eine Sisyphusaufgabe!Es geht immer 2 Schritte nach vorne und einen zurück, man muss viel Zeit investieren. Besonders, wenn man sich eine der oben genannten Rassen aussucht, ist man gut beschäftigt Border Collies und Australian Shepherds wollen bespasst werden, und das nicht nur ein mal am Tag für 15 Minuten um den Block, die möchten jeden Tag 2 Stunden Gassi gehen und dann noch Kopfarbeit machen! Genauso wichtig bei solchen Rassen sind aber auch die Ruherituale, die werden immer und immer wieder unterschätzt Ein Kind hat einfach nicht den Weitblick und die Reife zu entscheiden, ob die Rasse für einen geeignet ist oder nicht, man lässt hauptsächlich das Herz entscheiden, ist der Hund hübsch und die Rasse bekannt, will man ihn, ist er nicht hübsch und unbekannt, will man ihn nicht.

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Einer der wichtigsten Dinge? Was ist mit Schule, dem Geld oder der Zeit?!

2 Stunden am Tag beschäftigen schaffe ich schon? Kinder überschätzen sich oft. Sie denken, sie könnten alles schaffen, nach wenigen Monaten aber lässt das Interesse am Hund stark nach und man hat auf einmal keine Zeit mehr, oder aber der Hund ist doch anstrengender als man dachte, oder es ist einfach nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Es ist doch zu anstrengend, zu viel Arbeit oder zu langweilig, auf einmal will man den Hund gar nicht mehr. Aber man wollte doch unbedingt die Eltern überreden, den Hund zu kaufen! Obwohl die das schon vorhergesagt haben!

Aber hey, immerhin hat man die Unterstützung von ein paar Instagramfans, die haben schließlich auch gedacht man würde das mit 13 locker schaffen!

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Niedliche Idee, aber was bringt es den Eltern zu sehen, wie viele Menschen hinter dem Hundetraum stehen?

Wie steht ihr dazu, seine Eltern zu einem Hund überreden zu wollen? Findet ihr das total ok oder seht ihr das auch eher kritisch?

Paula

  • 17.03.2016
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16 thoughts on “Was an „Wie überrede ich meine Eltern, mir einen Hund zu kaufen?“ so verkehrt ist

  1. Das ist wirklich eine Überlegung wert. Ich bin nämlich auch einer dieser Accounts, nur wünsche ich mir keinen aussie, sheltie oder bc sondern einen Bolonka zwetna. Denn es ist mir bewusst das ich nicht 4 Stunden am Tag gassi gehen kann. Und ich weis, egal wie man es sich vorgestellt hat ich bin mir sicher mit einem Hund wird alles ganz anders als man denkt, da kann man noch so viele Bücher lesen! Meine Eltern wissen gar nichts von Instagramm und mir ist es egal ob ich jetzt 20 oder 2.000 follower habe, meine Eltern „überzeugen“ muss ich. Aber das was du geschrieben hast gibt mir doch zu denken. Vielleicht schaffe ich es ja, aber ohne meine Eltern komme ich nicht weit. Als „Ersatz“ habe ich zwei Kaninchen aus dem Tierschutz bekommen (damals waren sie 7/8) sie haben bin mir leider nur noch ihre letzten drei Jahre gelebt. Jetzt haben sie mir einen anderen „Ersatz“ gegeben, einen Pflegehund. Ich darf alle zwei Wochen Dienstags (wenn die Besitzerin Zeit hat) mit ihr udn ihrem Hund gassi gehen. Zum Glück hat unsere Mieterin (die fast nie da ist) eine Katze. Ich darf sie Füttern und immer zu mir holen wann ich will. Nur leider ist die Katze ein ziemlicher Streuner, also es kann sein das er mal eine Woche nicht nach hause kommt. Wenn Er da ist mache ich mit Ihm Clickertraining. Aber meistens schläft er weil er eher Nachtaktiv ist. Aber wahrscheinlich stelle ich mir wirklich alles zu rosig vor. Denn am liebsten hätte ich einen Hund der mein bester Freund ist und der auch ohne meine Mutter raus geht und der nicht nur alle paar Tage da ist. Aber wahrscheinlich muss ich Wie so viele andere warten bis ich 30 bin. Ich weiß das ich in die Hundeschule gehen muss und ich kenne Leute sehr gut die Jahrelang mit einem „Problemhund“ trainierthaben. Ich bin ja so eine klischee Seite und hab deshalb auch eine Mappe gemacht mit vielen Infos die ich zusammen getragen habe. Ich habe auch seit Jahren viel von meinem Geld das ich geschenkt bekommen habe gespart, für einen Hund. Und eigentlich gehe ich sehe gerne wandern. Auch wenn das ein eher ungewöhnliches Hobby ist. Meine Familie tut es einmal die Woche mit mir. Aber alleine möchte ich auch nicht gehen. (Ja ich finde das man mit einem Hund nicht alleine ist) Vielleicht ist mein Verhalten nicht wirklich reif genügen für einen Hund und meine Familie zu unsportlich, aber das habe ich schon oft gehört.

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  2. Hmm…So ganz stimme ich dem nicht zu.Liegt vielleicht auch daran dass ich selbst eine dieser Hundewunschseiten bin:D(Und es absolut nicht in Ordnung finde dass du meine Bio “benutzt” hast:/).Allerdings wünsche ich mir schon einen Hund seit ich denken kann.Ich habe seit Jahren Gassihunde,hatte schon mal einen “Ferienhund” und gehe oft mit Freunden/Verwandten und deren Hunden raus.Ich weiß wie viel Aufwand ein Hund kostet.Und wie viel Geld.Ich wünsche mir auch nicht einen Hund,weil es so viele tun oder um Follower zu bekommen,um Gottes willen:O Ich gehe jeden Tag so lange spazieren wie ich es mit einem Hund auch müsste.Ich beschäftige mich intensiv mit meinen anderen Haustieren.Und ich behaupte auf keinen Fall,ich wäre ein “Hundeprofi”,aber ich habe viel theoretische und auch praktische Erfahrungen mit Hunden gemacht und freue mich auch auf die Herausforderung der Erziehung.Ich wünsche mir einen Sheltie,ja,aber nicht weil sie in Mode sind oder “ach so knuffig”,sondern weil man sich mit ihnen beschäftigen muss und aktiv sein kann(und muss;)).Ich habe mir immer einen Aussie oder BC gewünscht,sehe aber ein dass die noch nichts für mich sind.(Übrigens,weil es ausgerechnet die “Moderassen” sind:Ich kenne Aussies,Shelties und BCs schon seit ich klein bin und wollte schon immer so einen,weil sie einen fantastischen Charakter haben*-*)Ich habe meine Eltern jahrelang mit Argumenten “bombardiert”,mich ständig informiert über alles rund um den Hund und alle möglichen Angebote gemacht.Und nun bin ich fast am Ziel:Ich muss mich (fast) alleine um den Hund kümmern und auch mein gesamtes Taschengeld und Geldgeschenke zu Geburtstag und Weihnachten für ihn oder sie “opfern”.Aber das ist es mir wert.Mein “Vielleicht-Welpe” wird Ende März geboren.Wir werden die Züchter vorher (oder auch erst nachher) besuchen.Und nur weil ich jetzt 14 und nicht 24 bin,muss auch niemand über mich und meinen Wunsch urteilen.Ich bin mir den Schattenseiten auch völlig bewusst.Aber ich weiß,dass ich das mit Hilfe von meiner Familie und der Hundeschule auch hinbekommen kann.

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    1. Das tut mir leid, ich fand es ein treffendes Beispiel. Du scheinst ja wirklich etwas anders zu sein als die typischen „ich wünsche mir einen Hund“ Seiten, aber ich stehe dazu, ich finde solche Seiten schrecklich. Meiner Meinung nach teilt man viel zu viel seines privaten Lebens, davon bin ich kein Fan. Hättest du das hier nicht gesagt, dann würde ich nicht wissen dass du all diese Sachen machst, ich finde die ganzen Seiten übermitteln ein falsches Bild. Zumal ich mich frage, was man davon hat, wenn man sich so eine Seite erstellt, ich meine Unterstützung bekommt man Schliesslich auch nicht 😄 aber trotzdem herzlichen Glückwunsch zum hund ☺

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  3. Hmm…So ganz stimme ich dem nicht zu.Liegt vielleicht auch daran dass ich selbst eine dieser Hundewunschseiten bin:D(Und es absolut nicht in Ordnung finde dass du meine Bio „benutzt“ hast:/).Allerdings wünsche ich mir schon einen Hund seit ich denken kann.Ich habe seit Jahren Gassihunde,hatte schon mal einen „Ferienhund“ und gehe oft mit Freunden/Verwandten und deren Hunden raus.Ich weiß wie viel Aufwand ein Hund kostet.Und wie viel Geld.Ich wünsche mir auch nicht einen Hund,weil es so viele tun oder um Follower zu bekommen,um Gottes willen:O Ich gehe jeden Tag so lange spazieren wie ich es mit einem Hund auch müsste.Ich beschäftige mich intensiv mit meinen anderen Haustieren.Und ich behaupte auf keinen Fall,ich wäre ein „Hundeprofi“,aber ich habe viel theoretische und auch praktische Erfahrungen mit Hunden gemacht und freue mich auch auf die Herausforderung der Erziehung.Ich wünsche mir einen Sheltie,ja,aber nicht weil sie in Mode sind oder „ach so knuffig“,sondern weil man sich mit ihnen beschäftigen muss und aktiv sein kann(und muss;)).Ich habe mir immer einen Aussie oder BC gewünscht,sehe aber ein dass die noch nichts für mich sind.(Übrigens,weil es ausgerechnet die „Moderassen“ sind:Ich kenne Aussies,Shelties und BCs schon seit ich klein bin und wollte schon immer so einen,weil sie einen fantastischen Charakter haben*-*)Ich habe meine Eltern jahrelang mit Argumenten „bombardiert“,mich ständig informiert über alles rund um den Hund und alle möglichen Angebote gemacht.Und nun bin ich fast am Ziel:Ich muss mich (fast) alleine um den Hund kümmern und auch mein gesamtes Taschengeld und Geldgeschenke zu Geburtstag und Weihnachten für ihn oder sie „opfern“.Aber das ist es mir wert.Mein „Vielleicht-Welpe“ wird Ende März geboren.Wir werden die Züchter vorher (oder auch erst nachher) besuchen.Und nur weil ich jetzt 14 und nicht 24 bin,muss auch niemand über mich und meinen Wunsch urteilen.Ich bin mir den Schattenseiten auch völlig bewusst.Aber ich weiß,dass ich das mit Hilfe von meiner Familie und der Hundeschule auch hinbekommen kann.

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  4. Oh mein Gott du sprichst mir aus der Seele!
    Ich kann diese Accounts einfach nicht mehr sehen!
    Den Kindern von heute geht es auch nicht mehr im ersten Sinn um den Hund, nein es geht Ihnen um die Followeranzahl in Social Media Kanälen.
    Im Endeffekt wird der Hund vernachlässigt und nur Bilder für Social Media Kanäle zu machen!
    Erst seit dem Ich ein geregeltes Einkommen habe und ein gewisses Alter erreicht hatte, habe ich mich sowie meine Eltern dazu bereit gefühlt einen Hund zu kaufen.
    Und gerade nicht eine dieser oben schon mehrmals genannten Rassen, denn bei diesen Rassen ist die Verantwortung um einiges Höher als bei anderen Rassen. Sie brauchen unbedingt artgerechte Unterhaltung und viel Auslauf, sonst versaut man viel zu schnell einen eigentlich wunderbaren Hund.
    Ich selbst habe zwar auch Social Media Kanäle, aber aus dem Grund meine Leidenschaft zum Hund und Erfolge von Training und Erziehung zu teilen. Und nicht um massig an Follower zu bekommen.
    Dann sollte man sich nämlich überlegen, ob man nicht besser ein Kuscheltier vor die Kamera setzen sollte.
    Meine Eltern und auch ich sagen, dass ein Hund anstrengender als ein Kind ist. Darüber sollte man sich im Klaren sein!
    Liebe Grüße
    Alena und Lilli ❤

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  5. Oh ja ganz meine Meinung. Ich habe Quando mit 13 bekommen, ich hätte nie gedacht, dass ein Hund so viel Arbeit ist. Meine Eltern gehen abundzu mit Quando raus, das wars. Alles andere muss ich machen. Ich würde es jedem empfehlen lieber 2x darüber nachzudenken bevor man sich einen Hund holt. Soll jetzt nicht heißen, dass ich Quando nicht lieb habe, aber ich war mit ihm auch schon oft am verzweifeln.

    LG Franzi& der dickköpfige Quando:)

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    1. Ich habe Merida mit 12 bekommen, obwohl mich meine Eltern mich sehr unterstützen (sie gehen früh gassi und passen während der Schule auf sie auf) und ich mich sehr gut informiert habe ich und wahrscheinlich die meisten es unterschätzt, was es heißt bei jedem Wetter Gassi zu gehen, den Welpen zu erziehen, was nicht bedeutet nur 1x die Woche in die HuSchu zu gehen und damit kann der Welpe alles oder morgens nach dem Aufstehen erstmal dem Hund den Geruch von Blättermagen zu riechen oder wenn man mit Freunden nicht ins Kino kann, weil er noch nicht allein zuhause bleiben kann. Aber natürlich gibt es auch gute Seiten z.B. Wenn man bei Sonnenuntergang Frisbee spielt oder der Hund sichauch dann freut wie wenn er einen 3 Jahre nicht gesehen hat, obwohl man schon zum 30 x in einer Stunde nach Hause kommt. Aber insgesamt will ich Merida keine Sekunde nicht bei mir haben. I LOVE❤️❤️❤️MERIDA!!!

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  6. Kleine Story zum thema, ich will unbedingt ein Tier haben. Ich hatte mal einen Freund, er war damals 24 ich ein paar Jahre älter. Als wir zusammenkamen hatte er einen kleinen Mix, ein Straßenhund aus Spanien, der aber mit einem Jahr nach Deutschland kam. Das Tier war zu dem Zeitpunkt bereits seit einem Jahr bei dem jungen Mann. Er hatte keine Erziehung, konnte gerade so auf Befehl ins Körbchen gehen, hat in die Wohnung gepinkelt und wurde am Tag 3 mal raus gebracht, um sein Geschäft zu verrichten. Alle drei Wochen gabs dann mal einen längeren Spaziergang. Immer wieder andere Ausreden, warum das so sei und nicht anders gehen würde.
    Ein Jahr lang habe ich versucht meinen damaligen Freund dazuzubringen, mit dem Tier wenigstens in die Hundeschule zu gehen, aber dafür war kein Geld da, zum Party machen allerdings immer.
    Als es dann ans Zusammenziehen ging, habe ich dann gesagt, entweder der Hund oder eben zusammen wohnen. Der Hund wurde dann an einen neuen Besitzer vermittelt. Mit dem Mann war ich dann aber nicht mehr lange zusammen. Ich musste mir von allen möglichen Leuten anhören, was ich für ein Arsch bin, weil ich ihn dazugezwungen habe, das Tier abzugeben, aber ein kleiner, agiler Hund hat nicht den ganzen Tag in der Bude zu sitzen und dann auch noch dafür bestraft zu werden, wenn er in seiner Not in die Wohnung pinkelt. Als ich die Zustände geschildert habe, haben dann doch die meisten eingesehen, dass es so besser war.
    Warum habe ich diese Geschichte erzählt? Viele Menschen wünschen sich ein Tier, aber oft klappt es nicht so einfach. Es ist harte Arbeit und ich weiß wovon ich spreche, da ich zwei Pferde habe, die ich selbst versorge, das bedeutet eben 3 mal am Tag füttern und misten. Das bedeutet auch den Mist mit einem Hänger zum Misthaufen zu fahren, Heu und Stroh in großen Ballen zu holen, die Ballen in die Futterkammer rollen (wiegt einer ja nur 250kg) und das im Notfall auch alleine, mit Fieber, im strömenden Regen.
    Das bedeutet auch keine tollen Klamotten/Schuhe/Schminkzeug/Nagelstudio, denn das Geld geht für Futter und regelmäßige Tierarztkosten drauf. Von der Zeit, die ich täglich investiere brauche ich nicht zu reden, da wäre ich manchmal glücklich, wenn ich „nur“ eine Stunde mit einem Hund Gassi gehen müsste. Und es macht mir nicht jeden Tag Spaß, ich heule auch nicht gern bei irgendwelchen Landwirten rum, damit sie mir trotz schlechter Heuernte noch einen Ballen verkaufen, damit ich nicht die teuren Kleinballen kaufen muss.
    Jedes Tier kostet Zeit, Arbeit und Nerven. Eltern können ihre Kinder im Hinblick auf solche Belastungen sehr gut einschätzen, auch wenn ein Kind das nicht hören und glauben will. Jahre später merkt man das und fast immer ist man dankbar für die Entscheidungen, die die Eltern getroffen haben.
    Glaubt euren Eltern mal was, stresst sie nicht mit utopischen Wünschen, sie meinen es gut und wenn ihr alt genug seit und das Geld habt, dann könnt ihr euch einen Zoo kaufen!

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  7. Huch, das ist ja ein ganz seltsamer Trend, der völlig an mir vorbeigezogen ist. Jemand sollte diesen Kindern Mal erklären, dass es ihren Eltern völlig egal ist, wie viel Zuspruch sie auf einer Platform wie Instagram bekommen, oder wie viele Follower sie haben – DAS wird ihre Meinung sicher nicht ändern

    Anderseits möchte ich hier eine kurze Anekdote hinzufügen: Auch ich habe mir, seit ich denken kann, sehnlichst einen Hund gewünscht und auch ich habe gebettelt.´und versucht meine Mutter zu überreden. Meine Mutter und ihr damaliger Lebensgefährte dachten sich, man schaut vielleicht erst Mal, wie das Kind mit Tieren umgehen kann, also bekam ich – Fische. Und ja, mir wurde immer vor Augen gehalten, dass ich, wenn ich meine Aufgabe gut erfülle, irgendwanne inen Hund haben knnte. Also – Ich wollte einen Hund und bekam als Fische – Mit denen ich nicht so wahnsinnig viel anfangen konnte. Ich habe mich löblich um sie gekümmer, gefüttert, das Aquarium geputzt und – OH Schreck – sie aus dem Aquarium genommen um sie zu streicheln. Ja, mir wird heute ganz schlecht wenn ich daran denke, was für eine Todesangst sie gehabt haben wollten. Aber was ich mir gewünscht hatte, war ein Tier, mit dem ich interagieren konnte und dazu eignen sich Fische nicht. Nun, das Leben meiner Fische dauerte nicht lange (was nicht an meiner schlechten Pflege oder meinem Streichelbedürfnis lag. Tatsächlich starben sie weg als wir im Urlaub waren und der Lebensgefährte meiner Mutter auf sie aufpassen sollte), ich hatte die „Prüfung“ meiner Eltern bestanden und bekam als nächstes – Nein, keinen Hund, sondern einen Wellensittich. Diese Geschichte lässt sich jetzt ziemlich lange fortsetzen. Aus dem Wellensittich wurden Rennmäuse, aus den Rennmäusen ein Meerschweinchen und aus dem Meerschweinchen ein Kaninchen. Das Kaninchen war tatsächlich das erste Tier, mit dem ich etwas anfangen konnte, weil er in seinem Verhalten einem Hund nicht unähnlich war und es hat mich 10 Jahre lang begleitet. Was ich eigentlich sagen will: Ich wollte einen Hund, ich hätte mich um einen Hund gekümmert, aber ich bekam die ganze Zeit nur irgendein armes Tier als „Ersatz“ angeboten, das ich garnicht wollte. Mein Traum vom eigenen Hund musste warten, bis ich fast Anfang 30 war.

    Was ich damit sagen will ist, dass ich überhaupt nichts verwerfliches daran finde, dass diese Kinder sich einen Hund wünschen und auch nicht, dass sie ihre Eltern dazu „überreden“ wollen. Allerdings kann ein Kind in einem bestimmten Alter einfach keine alleinige Verantwortung für einen Hund übernehmen – Ich würde kein 10jähriges Kind um 11Uhr Abends mit einem Hund alleine für die Abendrunde rausschicken. Und kein Kind, das ich je haben werde, wird auch nur ansatzweise so viel Taschengeld bekommen, dass es davon einen Hund versorgen kann – Es bleibt also immer ein Teil der Verantwortung an den Eltern und wenn diese nicht bereit dafür sind, dann hat es auch keinen Sinn sie dazu zu überreden. Bei Kindern ist der „eigene“ Hund für mich einfach immer der „Familienhund“, anders geht es nicht und deshalb hat es auch wenig Sinn Eltern zu einem Hund zu überreden, den sie nicht wollen. Dass der Wunsch danach da ist, verstehe ich aber nur zu gut… nur diese ganze Instagramsache und wie das bei der Verwirklichung des Traumes helfen soll, verstehe ich so garnicht.

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    1. Genau, der Wunsch ist ja normal! Ich habe mir immer ein Pferd gewünscht und wir haben dann einen Teich gebaut und Fische reingesetzt (einige von denen leben sogar immer noch 😄) wie ich es dann geschafft habe meine Eltern doch zu überzeugen weiß ich gar nicht mehr genau, ich glaube es lag an meinen Noten in der schule 😄 woher der plötzliche Trend auf Instagram kommt kann ich aber auch nicht sagen, ich finde es komisch und frage mich ob die wirklich glauben dass das die Eltern interessiert 😂😂😂

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