Gastbeitrag – Der Dalmatiner

Wow, jetzt geht es doch wirklich schon in die letzte Gastbeitrag-Woche! Ich bin so überwältigt von dem vielen positive Feedback und vor allem, dass so so viele liebe Menschen mitgemacht haben! Danke!
Und nun zum Wesentlichen…

Ich bin Katharina, 26 Jahre alt und ich blogge seit einem Jahr über das Leben mit und ohne Punktemann auf Hell und Blau.
Milo ist ein waschechter Dalmatiner mit 2 ½ Jahren. Er ist irgendwie immer noch in der Pubertät und hält meinen Freund und mich ganz schön auf Trab. Soll ja schließlich nicht langweilig werden 😉

Wir haben Milo seit Welpenalter. Das ist jetzt 2 ½ Jahre her und es kommt mir so vor, als sei es gestern gewesen. Er ist auch immer noch unser kleiner Mann ☺
Allem voran hatten wir uns für einen Welpen entschieden. Die Rasse war erst einmal zweitrangig. Jedoch sollte der zukünftige Hund ein volles Familienmitglied werden und Spaß an unserem Lebensstil haben. Wir sind sehr sportlich unterwegs und hatten den Wunsch, zusammen mit dem Hund viel in Bewegung zu sein. Hundesportvereine sind zwar weniger unser Ding, dennoch sollte der zukünftige Hund einiges an Kondition haben um z.B. am Fahrrad mitlaufen zu können, lange Wanderungen durchzuhalten etc. Zudem sollte er vom Charakter her ein typischer Familienhund sein: offen, menschenbezogen, freundlich und kinderlieb.
Relativ schnell kamen wir auf den Dalmatiner, der für uns alle Kriterien erfüllte. Als typischer Laufhund ist er der tollste Begleiter zum Joggen, Schwimmen, Rad fahren und für lange Wanderungen. Und auch als Familienhund hat er sich bestens integriert. Milo ist immer mit dabei, der Star auf allen Familienfesten und von allen Seiten geliebt. Er hat unsere Patenkinder von Babyalter beim Aufwachsen begleitet, liebt Kinder über alles und steckt sogar unsere Großeltern mit seiner unglaublichen Lebensfreude an. Für uns ist Milo das perfekte Familienmitglied.picsart_02-23-06.55.16.jpg
Milo ist unser erster Hund und wir wollten bei unserem ersten eigenen Hund von Anfang an auf Nummer sicher gehen (bezüglich des Wesens, Charakter und Gesundheit). Wir wollten von Beginn an alles richtig machen und haben uns vorgestellt, dies nur bei einem Hund zu schaffen, der „unbekümmert“ und ohne schlechte Vorerfahrungen ist. Wir hatten die Vorstellung, dass alle Tierschutzhunde erziehungstechnisch eine Nummer zu groß für uns sind.
Mittlerweile weiß ich aber, dass ein Welpe auch kein Zuckerschlecken ist, ein Dalmatiner nicht unbedingt ein Anfängerhund ist und wir das bei einem Tierschutzhund bestimmt auch hinbekommen hätten 😉

Heute könnte ich mir einen Hund aus dem Tierschutz z.B. als Zweithund sehr gut vorstellen. Natürlich müsste er vom Charakter, Wesen und Körperbau zu Milo und unserem Lebensstil passen. Nach der Erziehung von Milo bin ich mir sicher, dies auch mit einem Tierschutzhund gebacken zu bekommen 😉
Allerdings hat da der Herzmann noch ein Wörtchen mitzureden…was heißt, dass es so schnell erst einmal keinen zweiten Hund gibt 😉

Wir sind im ersten Jahr viel auf Ausstellungen gewesen. Unsere Züchterin hat uns am Anfang dorthin mitgenommen und es hat uns Spaß gemacht. Milo hat sich zu einem vorzüglichen Rüden entwickelt und auch er hatte Spaß im Ausstellungsring den Prinzen zu spielen. Letztes Jahr wurde er mit dem Titel „Deutscher Jugendchampion Club“ belohnt und wir haben sogar im Sommer die Zuchtzulassungsprüfung gemacht. Allerdings konnten wir im letzten Jahr fast gar keine Ausstellungen besuchen, weil das Ganze einfach ziemlich zeitintensiv ist und wir den zeitlichen und finanziellen Fokus mehr auf Milos Erziehung gelegt haben. Aber natürlich gehört das Ausstellen auch dazu, wenn man in einem Verein wie dem VDH züchten möchte.
Wie es dieses Jahr weiter geht, wissen wir ehrlich gesagt noch nicht. Wir lassen alles auf uns zu kommen und möchten uns keinen Druck machen. Wichtig ist uns, den Fokus nicht zu verlieren –  denn schließlich wollten wir von Anfang an nur einen Familienhund und keinen Zuchtrüden.

Milo ist ein sehr weltoffener Charakter, probiert und testet gerne aus und kann sich für vieles begeistern. Er ist menschenbezogen, kinderlieb und mit einer unendlichen Ausdauer und Kondition gesegnet.
Allerdings hat er auch ein ungeduldiges, stürmisches und stures Wesen. Das erschwert die Erziehung in vielen Punkten.
Mit viel Ruhe, Geduld, Sensibilität und der richtigen Motivation/Belohnung (die muss man allerdings erst herausfinden) kann man aber bei einem Dalmatiner sehr viel erreichen.
Milo hat mir in den 2 ½ Jahren , in denen er nun bei uns lebt,  ganz deutlich auch meine persönlichen Schwächen vor Augen geführt. Ich musste (und muss auch heute noch) viel an mir selbst arbeiten, oft die Wut herunterschlucken und versuchen, ruhig zu bleiben. Denn von einem lauten und harten Tonfall lässt sich Milo nicht einschüchtern und schaltet erst einmal auf Durchzug (quasi bis der Sturm vorüber ist, sich die Alte wieder eingekriegt hat und wir konstruktiv weiterarbeiten können).
Vielen Dank an Katharina, dass auch sie uns die Fragen beantwortet hat! Der Dalmatiner ist immer noch einer meiner Traumhunde, sie haben einfach ein tolles Aussehen und einen wunderbaren Charakter! Eventuell ja in der Zukunft… 😉

  • 24.02.2016
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