Schüleraustausche nach Indien und La Reunion und Gewinner des Gewinnspiels

Hallo!

Der Gewinner des Gewinnspiels ist die liebe Diana vom Blog Hundekind Abby ! Bitte melde dich nochmal per Mail bei mir, damit alles klar ist!

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich unter kontinuierlichem Reisefieber leide. Ich leide wirklich. Ein Urlaub muss für mich zwar nicht unbedingt weit weg stattfinden, aber ich weiß die Vorzüge von weit entfernten Reisezielen durchaus zu schätzen 😉

Seit ich ein kleines Kind war, sind meine Eltern viel mit mir verreist, einmal im Jahr nach Italien mit dem Auto, nach Sylt, aber auch recht früh schon mit dem Flugzeug nach Fuerteventura zum Beispiel. Man kann sagen, dass ich fast im Urlaub aufgewachsen bin! Dafür bin ich meinen Eltern unendlich dankbar, denn Reisen und die Welt entdecken ist einfach das Schönste! Besonders, wenn man dabei noch neue Kulturen kennenlernt!
Wie ihr wisst, bin ich seit 4 Monaten in Amerika, aber ich das ist nicht das erste Mal, dass ich von Zuhause weg bin. Ich war schon ganz früh alleine bei meinen Großeltern im Nachbarort und habe dort übernachtet oder bei meiner besten Freundin oder meine besten Freund, darum war ich es schon immer gewohnt, kurze Zeit ohne meine Eltern auszukommen.
Die erste Klassenfahrt war dann in der zweiten Klasse, wir haben eine Radtour mit Übernachtung gemacht und waren alle eine Nacht von unseren Eltern getrennt. In der vierten Klasse sind wir dann in einen Ort ca. 30 km entfernt gefahren für ganze 3 Tage!
In der fünften Klasse in die Nähe von Hamburg, in der siebenten Klasse nach Kappeln und in der neunten Klasse haben die Abenteuer angefangen! Wir konnten uns zwischen England und Rom entscheiden, meine beste Freundin und ich sind zusammen mit der halben Klasse nach Rom gefahren und hatten definitiv die besseren Lehrer mit dabei! Die andere Hälfte ist nach England, genauer gesagt Hastings, gefahren und hat dort in Gastfamilien gewohnt, wir wohnten im 3-Sterne Hotel. Die Vorzüge mit der U-Bahn schnell in der Innenstadt zu sein, lange Ausgehzeiten zu haben und total viele Freizeiten haben wir natürlich immer ausgenutzt! Alle waren in 4er Zimmern, was der ganzen Studienfahrt keinen Abbruch getan hat, es ist zum Glück auch die ganze Zeit über nichts schlimmes passiert, es wurde nichts gestohlen, niemand wurde krank und es gab auch keinen Streit, lediglich unser Zimmer sah danach anders aus, denn unser Fenster ging nicht mehr zu, die Badezimmertür ließ sich nicht mehr schließen, wir hatten keine Leiter für das Hochbett, unser Doppelbett hat sich durchgebogen und unsere Badezimmerlampe ist herausgefallen! Nichtsdestotrotz haben wir unsere Kaution wiederbekommen, denn es war nichts davon unsere Schuld! 😀
In der neunten Klasse mussten wir auch entscheiden, ob wir die grössten Abenteuer unsere Schulzeit mitmachen möchten oder nicht: Wir hatten die Möglichkeit, nach Indien oder La Reunion zu fahren, das liegt direkt neben Madagaskar und ist ein Part von Frankreich. Sinn war natürlich, unser Englisch (Indien) und Französisch (La Reunion) zu verbessern. Ich habe mich sofort für den Austausch mit La Reunion angemeldet, genauso wie meine beste Freundin, ein paar Tage später habe ich erfahren, dass mein bester Freund nach Indien fährt und er hat mich letztendlich mehr oder weniger überredet mitzukommen. Bis heute bin ich ihm total dankbar und natürlich auch meinen Eltern, dass die das ermöglicht haben!
Mit meiner indischen Austauschschülerin stehe ich bis heute in engem Kontakt, sie ist im Moment in London zum Studieren und hat auch vor nächsten Sommer nach Deutschland zu kommen!
Beide Austausche waren 2 Wochen lang, zuerst sind die Austauschschülerinnen zu uns gekommen und danach sind wir zu denen gefahren. Zusammen mit den SchülerInnen aus La Reunion waren wir in Hamburg, haben eine Stadtrallye durch unsere Stadt gemacht und waren auf dem Kirchturm, das war alles auf Französisch Die SchülerInnen haben bei uns gewohnt und sind mit uns zur Schule gegangen und waren für 2 Wochen ein Teil unserer Familie, genau so die InderInnen. Diese sind – ohne uns leider – nach Berlin gefahren, zusammen waren wir in der Freizeit im Heide Park und shoppen.
Als wir endlich nach Indien gefahren sind, mittlerweile haben sich schon totale Freundschaften gebildet und man hat sich gefreut wie Bolle, sich endlich wiederzusehen, waren wir den ersten Tag direkt nach dem Ankommen feiern. Super. Nach 8 Stunden Flug und gerade mal 2 Stunden Schlaf genau das Richtige. Na gut, sie meinten es ja nur gut… Wir waren zusammen mit denen in der Schule, beim Yoga-Unterricht, haben in der Familie gelebt und, das absolute Highlight für alle, wir waren zusammen in unterschiedlichen Städten wie Jaipur und Agar und haben sogar das Taj Mahal gesehen!IMG_0306

Wir sind mit „Autos“ gefahren, eigentlich Autorikschas, unser Busfahrer hat fast eine Prügelei ausgelöst, weil er ein „Auto“ gestriffen hat (die „Autos“ kamen danach plötzlich von überall! Wir waren umzingelt von denen!) und wir haben die schlimmste Armut erlebt, etwas was man sich in Deutschland überhaupt nicht vorstellen kann… Die Verkehrsstaus waren natürlich auch nicht außer Acht zu lassen und jedes Mal, wenn das Auto stehen geblieben ist, kamen sofort Kinder angelaufen um zu betteln, manchmal auch Alte, Krüppel oder Mütter, die Hoffnung auf ein kleines Stück Schokolade oder ein wenig Kleingeld hatten. Wir sind auch mit dem Zug gefahren (es gibt sogar Essen im Zug!) und haben uns viele Festungen und Burgen angeschaut. Aufzulisten, was wir alles erlebt haben, würde hier den Rahmen sprengen, aber ich kann guten Gewissens sagen, dass Indien eine Reise wert ist! Nur an Malaria sollte man denken, genauso wie zigtausend Impfungen die empfohlen werden, dann hat man bestimmt einen tollen Urlaub!             Wir wohnten in der Zeit in Delhi.

 

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Qutb Minar, ein alter Grabturm in Delhi

Der zweite Austausch ging nach La Reunion, ganze 20 Stunden Flug, die sich aber auch gelohnt haben! Es war der erste lange Flug für meine Freundin und wir waren während des Flugs lange von Turbulenzen geplagt, kein guter Einstieg! Trotzdem sind wir heile und sicher gelandet und wurden am Flughafen von angenehmen 26* Celsius empfangen und das im November! Nachdem wir zuhause angekommen sind und zu Abend gegessen haben, durfte ich auch schon ins Bett gehen, wofür ich unendlich dankbar war! In den zwei Wochen sind wir zur Schule gegangen, haben viele Ausflüge an die Küste gemacht und in die angrenzende Stadt, haben eine Vanilleplantage besucht und sind sogar zu einem aktiven Vulkan gefahren! Dort waren wir wandern und haben gepicknickt, der Ausblick war wirklich unglaublich!
Am Wochenende waren wir am Strand, ich hatte allerdings zu viel Angst vor Haien, denn in dem Jahr gab es schon an die 5 Haibisse auf der Insel, und mein Leben wollte ich nicht riskieren 😀
Meine Gastfamilie und ich waren auch bei den ‚Bassins de Kormoran‘, ein Erlebnis, was ich so schnell nicht vergessen werde! Mir wurde es als Badeseen angepriesen, also habe ich mir meinen Rucksack geschnappt, Flip-Flops, ein Top und Shorts angezogen und los ging es. Ich war nicht mal misstrauisch, als mein Gastvater in Wanderstiefeln vor mir stand, hätte ja „in“ sein können dort! Naja, er wusste, was er machte… Der Eingang begrüsste uns mit „Betreten verboten“, war uns egal, wir sind durch da. Es war auch jeden Fall wunderschön, nur mussten wir erst mal zu den Bassins kommen… Der Weg zu dem Ersten war schon schwer, dachte ich, denn wir mussten über 2 Meter hohe Steine klettern und in Wasserrinnen langgehen, die Absperrung war nicht mal kniehoch und dann ging es auch schon knapp 200m in die Tiefe. Aber eine schöne Aussicht hatten wir!

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Als wir beim ersten Becken angekommen sind, belohnten wir uns mit einem ausgiebigen Bad, was total schön war, denn das Wasser war unglaublich klar und man konnte sogar den Grund sehen! Wir haben dann unser Picknick gegessen, im Schatten, auf einem Stein mit Aussicht auf das Becken, wirklich toll! Es gab sogar einige, die von den Steinen in das Wasser gesprungen sind, aus knapp 10m Höhe! So etwas würde ich mich ja nie trauen…:D

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Das erste Becken, wahrscheinlich das Beste, denn wir waren fast alleine dort!

Zum zweiten Becken wollten wir unbedingt eine Abkürzung nehmen, also begaben wir uns in Lebensgefahr, denn wir sind über hohe Felsen geklettert, den Abgrund ins Auge geschaut und ich habe wirklich zwischendurch um mein Leben gebangt!
Es hat sich gelohnt.
Wir haben einen Wasserfall gesehen, wieder kristallklares Wasser, diesmal etwas mehr Menschen, aber wieder eine wunderschöne Aussicht! Dort haben wir uns aber nur kurz aufgehalten, denn es war uns zu voll und wir sind weiter zum letzten Becken gegangen. Zwischendurch habe ich meinen linken Flip-Flop verloren und später wiedergefunden, die Sonnenblende von der Kamera meines Papas kaputt gemacht (sorry Papa, der Stein war Schuld!) und mal wieder um mein Leben gebangt… Nachdem wir an einer ganz komischen Hütte mit einem noch komischeren Bewohner vorbeigegangen sind (zum Glück haben wir dort nicht gegessen :o) waren wir auch schon am dritten Becken. Von der Landschaft wundervoll, wir waren auch fast alleine, aber der Teichboden war total schlammig und es hat gar keinen Spaß gemacht, dort zu schwimmen…
Als wir, wenn man von einen paar Schürfwunden absieht, heile zuhause angekommen sind, waren wir alle total erschöpft, ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht so geklettert und dann gleich in Flip-Flops! Trotzdem war das eines der schönsten Erlebnisse, die ich auf La Reunion gesammelt habe, denn die Landschaft war total hübsch und auch das das Wandern und Klettern hat viel Spaß gemacht!
Alles in einem hat La Reunion die beste Vanille, die ich je geschmeckt habe, genauso wie mit Abstand die beste Ananas, denn die war so lecker sues und geschmackvoll und kein Stück wässrig, das habe ich hier noch nie geschmeckt! Wenn man dort Urlaub machen möchte, dann sollte man sich im Klaren sein, dass die Insel vom Rest der Welt ziemlich abgeschnitten ist und daher recht „einfach“ und leicht altmodisch ist, es gibt keine neuen 5-Sterne Hotels oder Restaurants, alles ist eher traditionell.
Schwimmen gehen ist dort ebenfalls nicht möglich, die meisten Strände sind abgesperrt oder nicht zum Baden zugelassen, wegen den vielen Haien!

Das Jahr war ich auch mit meinen besten Freunden in Malgrat in Spanien mit der Organisation RUF Jugendreisen und haben in einem Camp gewohnt. Wir waren uns allerdings zu fein für Zelten und sind deshalb in einen Bungalow gegangen, was sich alleine durch das Bad schon gelohnt hat, das hatten wir nämlich nur für uns! Außerdem hatte wir ganze 20m zum Meer und waren ziemlich auf uns alleine gestellt, wir haben bis spät in die Nacht auf der Veranda Karten gespielt, waren bis es dunkel wurde am Meer, waren in der Stadt oder haben Ausflüge, zum Beispiel nach Barcelona, gemacht. Außerdem waren wir am sogenannten Partybeach, aber eher weniger für Party und mehr zum Entspannen, das ging dort nämlich auch problemlos! DSCN2489Wir sind zwar ganze 22 Stunden Bus gefahren, etwas was ich nie wieder machen möchte, aber es hat sich trotzdem unheimlich gelohnt, denn es hat so Spaß gemacht, eine Woche ohne Eltern und nur mit Freunden zu sein!

Ich habe all das nur erlebt, weil ich auf Reisen gegangen bin, weg von Zuhause und raus in die Welt! Also, wenn ihr die Möglichkeit habt, einen Schüleraustausch zu machen, tut es! Weg von Zuhause, probiert Neues aus, reist in andere Länder und entdeckt andere Kulturen und Sitten! Wie gesagt, ich bin total glücklich und dankbar, dass meine Eltern mir das alles ermöglicht haben und nie Probleme hatten, dass ich mal für 2 Wochen nicht da bin, denn sie wissen, dass ich weiß, wo es am Schönsten ist! 🙂

Frohe Restweihnachten,

Eure Paula

  • 25.12.2015
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