So ein Stress! – und wie man ihn verhindert

Hallo!
Ich stecke im Moment mitten in den Finals, die amerikanische Klausurenphase, und natürlich bin ich durch das Lernen auch etwas gestresst. Zum Glück habe ich ab Montag zwei Wochen frei, aber dennoch fühle ich, wie der Stress mich herunterzieht. Ich bin müde, träge, mir ist durchgängig kalt und ich bin total lustlos. Vor allem in der Weihnachtszeit ist Stress ein weit verbreitetes Phänomen, denn auf den letzten Drücker müssen oft noch Geschenke gekauft, Plätzchen gebacken und der Weihnachtsbaum geschmückt werden.
Aber wie ist das bei Hunden? Wie empfinden Hunde Stress und was kann man dagegen tun?


Zuerst, bei Stress wird der (Hunde-)Körper in Alarmbereitschaft gesetzt, durchaus nützlich für den Wolf oder den Urmenschen bei Angriffen, denn es wird Adrenalin und Cortison ausgeschüttet, dadurch wird Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Muskeltonus erhöht Perfekt für die schnelle Flucht! Sobald der Wolf vor dem Stressfaktor geflohen ist, oder er die Beute gefangen hat, denn auch das wird teilweise durch Stress verursacht, benötigt der Körper eine Ruhephase, der Wolf zieht sich instinktiv zurück und schläft oder ruht. Je nach Dauer und Intensität des Stresses ruht er länger oder kürzer.
Aber was hat das mit dem Hund zu tun? Der muss schließlich weder seine Beute fangen noch fliehen!
Stress kann auch durch Reize und Reizüberflutung entstehen, genauso wie beim Menschen. Wer kennt es nicht, nach dem langen Abend auf dem Weihnachtsmarkt und nach der dritten Bratwurst und Glühwein will man nach Hause und nur noch schlafen! Dabei ist es noch gar nicht spät! Das Gehirn wurde die ganze Zeit auf dem Weihnachtsmark mit Reizen überflutet, dort ein Licht, hier ein neuer Geruch und immer muss es von dem Gehirn zugeordnet werden. Das macht müde! Aus dem Grund sind auch viele Kinder oft nach kurzen Stadtbesuchen schon müde und werden quengelig, denn deren Gehirn muss noch viel mehr zuordnen, da es viel weniger kennt. So ähnlich ist es auch beim Hund: Konfrontiert man diesen mit einer Aufgabe, die er vorher noch nie sah oder kannte, so kann es zu Stress kommen. Manche Hunde werden hibbelig und unruhig, wenn sie nicht nach kurzer Zeit an die Lösung kommen, denn sie empfinden in der Zeit Stress. Eine Aufgabe, die der Hund lösen möchte, aber nicht lösen kann, führt auch zu Frust, aber dazu bald mehr. Hunde empfinden auch Stress, wenn sie auf dem Weihnachtsmarkt sind, ganz logisch, denn zum einen ist alles viel größer und dann sind da natürlich auch noch die Gerüche, die auf den Hund zukommen!
Viele Hunde empfinden aber das ganze Jahr über Stress, nicht nur zur Weihnachtszeit. Lotta zum Beispiel mag keine fremden Hunde, sie spannt sich an und möchte am liebsten aus dem Weg gehen, leider ist das nicht immer möglich In dem Moment hat sie Stress, denn sie möchte aus der Situation heraus gehen, kann aber nicht. Gehen wir an dem anderen Hund vorbei, legt es sich ganz schnell wieder und sie war in einem niedrigen Stressbereich. Kommt der andere Hund aber auf sie zu und möchte spielen, dann findet sie das schrecklich doof und sie kann immer noch nicht ausweichen, sie gerät in einen höheren Stressbereich.
Es gibt ganz viele unterschiedliche Situationen, die Stress auslösen können, sie werden allgemein in 5 Gruppen unterschieden.
Die körperlichen Stressoren: Dazu zählen Hunger und Durst, Hitze und Kälte, das Rennen, Hetzen und Jagen von Beute, körperliche Unter- oder Überforderung, zu wenig Schlaf und natürlich Schmerzen, alles was einem als Mensch auch Stress machen würde
Die sozialen Stressoren: häufiges Alleinsein ohne Training und soziale Isolation, aber auch Menschen- oder Tiermassen kann ein Stressfaktor sein, genauso wie ein feindseliges Umfeld!
Umweltstressoren: Lärm, Trubel, Unbekanntes, Reizüberflutung, sowie Angstbesetztes und eine tatsächliche Bedrohung sind wahrscheinlich die bekanntesten Stressoren! Hat ein Hund (oder Mensch) vor etwas Angst, so merkt jeder, dass derjenige sofort Stress empfindet, wenn man ihn mit dem Gegenstand oder der Situation konfrontiert!
Die Leistungsstressoren: Kennt jeder! Über- oder Unterforderung, Langeweile, Strafe aber besonders für den Menschen der Leistungsdruck und die Versagensangst, die sich im übrigen auch auf den Hund übertragt! Diese Art von Stress betrifft besonders Schüler und Studenten, aber auch in der Hundewelt sind die alltäglich! Hunde, die immer Angst vor Strafe haben, stehen permanent im Stressbereich, denn der Stressfaktor wird ihnen nie abgenommen, also werden sie auf Dauer unruhig, quengelig oder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten
Psychische Stressoren: Frustration, Konflikte, gröbere Veränderungen, wer kennt sie nicht? Ganz einfach, aber ein enormer Stressfaktor ist der Alltag eines Hundes, denn er befindet sich in einer unkontrollierbaren Lebenswelt! Wir als Mensch können planen und Pläne über den Haufen werfen, wenn wir sie nicht machen wollen, Hunde müssen aber einfach durch, die können nicht kurz ihren Terminkalender heraus holen und das auf ungewiss verschieben, egal wie gerne sie das machen würde

Zum Glück können die meisten Hunde damit gut umgehen, denn sie kennen es nicht anders und gewöhnen sich daran, trotzdem kann ein geregelter Tagesablauf vielen Hunden helfen, aus dem Stress heraus zu kommen.
Hat ein Hund nun 24/7 einen konstanten Stressfaktor in seinem Leben, wie zum Beispiel ständige Reizüberflutung durch permanentes Tricks üben oder sich immer ändernde Gerüche und immer ändernde Umwelt, so steht er auch permanent im Stress. Er hat keine Chance, sich zurückzuziehen und in Ruhe zu schlafen und wieder Kraft zu sammeln und vor allem das Gelernte und Erlebte zu verarbeiten! Nach einiger Zeit wird der Hund unter Umständen anfangen Verhaltensauffälligkeiten, wie Aggression oder auch Angst, zu entwickeln.
Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen und abzuschalten, wenn es ihm zu viel wird, das Aufstellen einer Box mit einem kuschelige Kissen kann manchmal helfen!
Aber wie erkenne ich Stress? Der Hund wird schließlich keinen Stift ins Maul nehmen und auf ein Blatt Papier „Ich leide unter Stress, bitte hilf mir“ schreiben, auch wenn das oft wünschenswert wäre!
Sofortige Symptome sind vermehrte Lecken der Schnauze, Anlegen der Ohren, Hecheln, Schlucken oder Schütteln, generelle „Beschwichtigungssignale“ werden ausgesandt.
Die nächste Stufe wären veränderte Körperfunktionen, wie Zittern, bedingt durch das Adrenalin, permanentes Aufreiten, Körperpflege (zum Beispiel Benagen), Bellen oder Jaulen, das Zerbeißen von Dingen (Leine oder Halsband!), hektisches Herum schnappen und Übersprungshandlungen, wie vermehrtes Kratzen oder auch zwicken in die Beine.
Nach und nach kann es zu roten Augen kommen, was besonders in jungen Hundejahren mit einer Bindehautentzündung verwechselt wird, eine blaue oder bläuliche Zunge (zu wenig Sauerstoff bzw. ein zu geringer Blutdruck) und zäher Speichel.
Ganz zum Schluss, bei chronischem Stress, zeigt der Hund die erwähnten Verhaltensauffälligkeiten, da er sich nicht anders zu helfen weiß
Wie kann ich denn den Stress bei Hunden verhindern?
Erstmal, nachdem man feststellt, dass der Hund wirklich unter Stress leidet, hilft es enorm, herauszufinden, woher der Stress kommt. Hat man Glück, hilft es, den Stressfaktor einfach auszusperren, zum Beispiel bei ständigem Üben von Tricks kann man einfach auf alle zwei oder drei Tage verschieben und es dem Hund vorübergehend deutlich einfacher machen. Ist der Hund umweltunsicher und leidet somit unter einer Reizüberflutung, kann man mit einem guten Hundetrainer daran arbeiten, damit der Hund umweltsicherer wird (alternativ kann man natürlich auch mitten in den Wald ziehen, aber das wird umständlich).
Generell hilft es, bei einem dauergestressten Hund zuerst zu der Hundeschule zu gehen und herauszufinden, woran es liegt, denn oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Und noch ein kleiner Tipp zwischendurch: Gemeinsames Vor-dem-Fernseher-liegen und kuscheln kann auch ganz viel Stress abbauen! Dabei wird das Glueckhormon Oxytocin freigesetzt, was Stressabbau bewirkt 🙂

Ich hoffe, dass ihr soweit eine besinnliche Weihnachtszeit ohne viel Stress habt, denn damit ist das Leben doch viel schöner! Nehmt euch ein paar Minuten am Tag Zeit nur für euch und lehnt euch entspannt zurück und tut gar nichts außer den Hund an eurer Seite zu kraulen und zu entspannen…

 

Ganz zum Schluss, gegen den ganzen Weihnachtsstress, habe ich ein Gewinnspiel für euch! Wir haben nämlich Weihnachtsfotos ausdrucken lassen und ich habe 2 mal 2 Fotos von meinem kleinen Stinkehund ausdrucken lassen! PicsArt_12-17-06.48.18
Das Gewinnspiel läuft über den Blog und Instagram (→ wer mich dort noch nicht kennt, wir sind unter @queen_lotta zu finden!), eine Teilnahme über beide Netzwerke ist möglich! Wie ihr über Instagram teilnehmen könnt, erfahrt ihr auf meinem Account.
Um 2 Fotos und einen lieben Brief von mir zu gewinnen, müsst ihr einfach nur ein nettes Kommentar unter diesem Post hinterlassen und mir entweder eine E-Mail mit eurem Namen und dem Betreff „Brief“ schicken oder aber eure E-Mail-Adresse mit in das Kommentar schreiben! Unter allen Teilnehmern wird am 22.12.2015 ausgelost und die Postkarten schnellstmöglich verschickt. Wenn ihr gewinnt, werdet ihr auf meinem Blog namentlich erwähnt und ihr bekommt eine E-Mail geschickt, antwortet ihr nach 7 Tagen nicht, so behalte ich mir das Recht, den Gewinn anderweitig zu verlosen.
Das Gewinnspiel ist international ! Ihr müsst entweder über 18 sein oder die Einverständnis eurer Eltern haben und damit einverstanden sein, mir eure Adresse zu nennen. Natürlich werden alle Daten nach dem Gewinnspiel gelöscht, nicht weiterverkauft und auch kein sonstiger Unfug mit gemacht. Ich behalte mir das Recht vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen oder zu beendigen, wenn es einen Grund dazu gibt. Weder Instagram noch wordpress sind in irgendeiner Form an diesem Gewinnspiel beteiligt.

Paula

  • 17.12.15
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2 thoughts on “So ein Stress! – und wie man ihn verhindert

  1. Hach, vor dem Fernseher liegen und gemeinsam kuscheln – DAS werden wir über die Feiertage sicherlich ganz viel machen 🙂 Fest steht, wir werden uns nicht stressen lassen 😉
    Wir wünschen euch ebenfalls ein fröhliches, besinnliches Weihnachtsfest und ganz viel Zeit für Kuschelstunden.

    Gepunktete Grüße
    Katharina mit Milo

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