Ich will das nicht!

Hallo!

 

Heute darf ich mal wieder etwas zum Besten geben!
Eine Geschichte aus meiner Kindheit, die mich bis heute prägt, das habe ich mir vorgenommen. Was heißt Kindheit, so lange ist das noch gar nicht her, da war ich vielleicht 2, also eher mitten in der Pubertät, die ich natürlich NIE hatte!
Aber gut, eines Tages, wir machten eine schönen langen Spaziergang durch mein ganzes Königreich, durfte ich ohne Leine laufen und schnüffeln bis der Arzt kommt! Ja, das mache ich auch heute noch, aber es wird noch besonders! Ich liebte alle Hunde jeder Art, fand es toll mit denen zu spielen und über die Felder zu hüpfen Das sollte sich bald ändern An dem Tag, wir waren fast schon auf dem Rückweg, kamen uns zwei Rhodesien Ridgebacks entgegen.
Toll, oder?! Große Hunde, mit denen man toll über das Feld rennen kann, endlich mal jemand, der schnell genug für mich ist! Aber nein… Wir waren nah an einer Straße und ich war an der Leine… Aber anstatt, dass die anderen Hunde auch an die Leine genommen wurden, durften die laufen! Ist das nicht unfair? Mein Frauchen hat deren Herren und Meister sogar gebeten, die anzuleinen, aber sie wurde ignoriert. Bis dahin dachte ich, das wäre zwar doof gelaufen, aber gut, wenn man die Hunde an mir vorbei laufen, kann ich mich vielleicht unter Kontrolle haben und sitzen bleiben, denn ich wollte wirklich so gerne toben!
Die Hunde sind schon fast an uns vorbei, da kommen die auf einmal auf mich zu! Und die sahen nicht nett aus! Haben die Zähne gefletscht und gegrummelt! Auch wenn ich eine Queen bin, bei so was stehe ich über meinem Stolz! Da unterwerfe ich mich lieber! Nicht, dass es Boese endet und jemand anderes meinen Thron einnehmen muss! Grausame Vorstellung… Auf jeden Fall haben die großen braunen Hunde das wohl nicht verstanden und wollten mal an mir knabbern…
Zum Glück auch wirklich nur ganz kurz und nur das Fell, so dass ich nicht verletzt wurde! Was ich euch aber versichern kann, der Schock saß tief! Besonders, weil die Hunde samt Meister weg waren! Einfach so! Gut, der Herr und Gebieter kam schließlich wohl doch noch aus seinem Garten, wo er die Hunde abgeliefert hat und entschuldigte sich und fragte, ob es mir denn auch gut gehen würde, aber ich war schon wieder auf den Beinen, so schnell lasse ich meine Leute nicht im Stich!
Was aber niemand gesehen hat: Ich habe sehr wohl etwas abbekommen, nur ist es nicht zu sehen. Seit diesem Tag habe ich Angst vor Rhodesien Ridgebacks und allen Hunden, die groß und hellbraun sind. Und ja, ich weiß, dass die allgemein nichts schlimmes sind, ich habe früher auch viel mit denen gespielt, aber mittlerweile, da kann ich nicht an denen vorbei, ohne mir vor Angst ins Hemd zu machen…
Ein Terrier zeigt seine Angst nicht. Ein Terrier geht nach vorne, denn Angst haben nur die Schwachen, immer schön überspielen! Wie sagt mein Frauchen immer: „Fake it ‚till you make it!“. Genauso und nicht anders denke ich! Also gehe ich nach vorne und belle und knurre ganz ganz tief! Dabei kann ich ganz böse klingen!
Und ich mag generell keine anderen Hunde mehr. Die zwei Ridgebacks waren nicht die Einzigen, immer mal wieder wurde ich von Hunden gepiesackt, immer kleine Minisachen, wie ganz lange bei mir schnüffeln, obwohl ich schon mehrmals gesagt und gezeigt habe, dass ich das nicht möchte! Aber anscheinend verstehen einige Hunde kein knurren…
Darum haben mein Hofstaat und ich einen Pakt geschlossen: An der Leine gibt es zu anderen Hunden keinen Kontakt. Gar nicht. Niente. Ausgeschlossen, erst müssen beide Leinen ab sein, denn dann kann ich immer weglaufen und mich der Situation entziehen, wenn es zu viel wird!
Nur leider finden das viele Hundehalter ganz doof und sehen es nicht ein. Ich bin doch schließlich so sues! Und wenn mein Hofnarr erklärt, dass ich das nicht möchte und das auch deutlich zeige, dann heißt es immer, dass der andere Hund das ab kann! Aber ich will das nicht! Ich will nicht immer erst jedem Hund dreimal sagen müssen, dass ich etwas nicht möchte, bis er im Glücksfall mal abdreht! Ich möchte einfach nur einen schönen Spaziergang haben, ich möchte auch gerne mit anderen Hunde spielen, aber ich möchte das ohne Leine!
Mit Leine wird doch alles komplizierter! Ich kann nicht richtig sagen, dass ich etwas nicht möchte, denn die Leine ist im Weg. Ich kann nicht aus der Situation heraus, denn die Leine ist im Weg. Und dann? Dann werde ich grantig. Wenn man nach mehr als drei Aufforderungen immer noch an meinem Po schnüffelt, dann muss man mit einem keifen ja wohl rechnen! Und nein, ich würde nie jemanden verletzen, das gehört sich nicht und außerdem macht es sich auch nicht gut bei den Untertanen. Aber auf einmal bin ich die Boese! Ich habe gebissen! Dabei habe ich das gar nicht! Nichtmal gekniffen habe ich! Aber das menschliche Gegenüber sieht das entweder ganz anders und schimpft mit mir, oder findet es auch noch putzig und lacht! Obwohl ich gerade von deren Hund gepiesackt wurde bis auf die Knochen!
Mittlerweile hat mein persönlicher Untertan Nummer 1 gestrichen die Nase voll, und ich auch. Wir möchten keine Begegnungen an der Leine mehr, genau wegen so etwas. Und wenn ich auf den Arm darf. Bin halt doch ein kleiner Hund, auch wenn ich das nie gesagt habe, also Psst!

Und bitte, wenn euch jemand entgegen kommt, der euch drei oder mehr Mal darum bittet, den Hund an die Leine zu nehmen, dann tut das doch. Es ist ein ganz simples Zeichen von Respekt. Wieso müssen Menschen immer diskutieren? Uns stört es nicht, wenn wir für 2 Minuten an der Leine sind, oder solange bis wir an einander vorbei sind! Wir wollen doch alle friedlich sein! Auch wenn euer eigener Hund total sozial ist, das ändert nichts daran, dass der andere Hund Angst hat, Aggressiv ist, operiert wurde, läufig ist, oder einfach nur im Training. Bitte akzeptiert es und hinterfragt nicht.
Denn ich und ganz viele andere Hunde möchten keine Begegnungen an der Leine!

Eure Queen-Lotta

  • 03.12.2015
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7 thoughts on “Ich will das nicht!

  1. Du sprichst mir echt aus der Seele ! Toller Beitrag ! Und glaubt mir, mit einem größeren Hund ist es auch nicht immer besser… Wir hatten schon unzählige solche Begegnungen – mein Rüde versteht sich nun mal nicht mit anderen Rüden. Uns kommt ein Hund dann kommt Luke an die Leine. Natürlich kann man danach reden und beide Hunde laufen lassen aber eben nur mit Absprache. Leider gab es schon unzählige Besitzer die der Meinung waren ‚ja mein Hund tut nichts und dass der Mensch von dem anderen Hund einen darauf hinweist dass ihrer nicht verträglich ist? Achwas meinen mag jeder‘ oder ihr Hund hört schlicht und einfach nicht. Ein kleiner rüde, oft mit zu viel Selbstvertrauen knurrend auf Luke zu kommt bei Luke nicht so gut an. Naja keift meiner dann aber den anderen an dann bin natürlich ich schuld. Na klar – ich habe ja den bösen Hund ?! Oder die Leute die meinen man sollte seinen Hund abmachen etc und sie hätten mehr Ahnung davon warum er unverträglich ist und wie ich damit umgehen sollte obwohl sie ihn nicht mal kennen… am schlimmsten War für mich aber die Begegnung mit einem goldie bzw mit seiner Besitzerin. Völlig durchgefroren und nass fast am ende der Radtour hab ich die Frau mit ihre ihrem Hund gesehen, der weit entfernt von ihr war. Ich bat sie ihren Hund zu nehmen wo sie aber nicht darauf ein ging. Ich hatte keine Lust auf eine beißerei und habe mich – wie du oben beschrieben – zwischen Luke und goldie gestellt und Hund mit stimme und Gesten klar gemacht, dass er nicht erwünscht ist. Soweit kein Problem- Hund machte einige Meter vor mir halt, ob er an mir vorbei sollte wusste er dann doch nicht mehr so genau XD Aber anstatt ihren Hund zu nehmen, der jetzt gestoppt hatte da er sich nicht unbedingt mit mir anlegen wollte beginnt die Frau mich anzumaulen ja so rede man nicht mit Hunden und allgemein wie komme ich dazu ihrem Hund zu ‚drohen‘ und und und.
    Gefühlte 10min später kam sie dann doch und hat ihren hund genommen. Luke hat es verständlicherweise dann auch gereicht und obwohl er total lieb war begann er dann den anderen Hund anzuknurren (an der leine ohabe den anderen hund irgendwie zu berühren) . Darauf erwiderte dann die Frau deren Hund kein bisschen auf sie gehört hat dass mein Hund ja total psychisch gestört ist und er eingeschläfert gehört. Mein Hund der folgt und die ganze Zeit bei mir war gehört EINGESCHLÄFERT ?! Naja Luke hat diese Begegnung nicht viel ausgemacht aber mit einem entspannten Spaziergang in diesem Wald ist es vorbei…. Man könnte schon meinen dass ich ein Schaden habe wie ich vor den kurven immer – extra laut- irgendwas zu Luke sage; in der Hoffnung falls xy sich dahinter befindet es hört und Hund zu sich nimmt…

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  2. die Situation kenne ich! Nur dass mir mal eine Frau entgegen kam, na ja, viel eher ihr Hund, der locker 60 meter von ihr entfernt lief. Die Frau schrie dem Hund aber es half nichts. Irgendwann war der Hund dann ans uns vorbei und als die Frau bei uns angelangt war, meinte sie, wenn ich einen anderen Hund ohne Leine sehe, solle ich doch meinen bitte auch abmachen. Ich wollte eigentlich etwas erwidern, aber ignorierte das nur und ging weiter. Das was mich darüber aufregt: Ihr Hund hört nicht, also sollte sie ihn eigentlich nicht ohne Leine laufen lassen und dann so tun als wüsste sie alles besser und kann mich belehren. 2. Befanden wir uns an einer Straße, und das heißt bei uns, dass dort Leinenpflicht ist (ja, bei uns im Ort gibt es die) und 3. kenne ich meinen Hund wohl besser als sie ihren. Ich weiß, wenn ich ihn ableine, dass er nicht mehr hört. Ich finde, ein guter Hundehalter sollte die Fähigkeiten und Grenzen seines Hundes kennen und sie auch trainieren. Genau dass werde ich heute machen, und dass die Frau heute schon bei der Besinnung ist, kann ich wirklich nur hoffen.

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  3. SEHR GUTER ARTIKEL … es sollte selbstverständlich sein, wenn der entgegenkommende HUnd angeleint ist, seinen eigenen Hund auch an die Leine oder zumindest auf Seite zunehmen und keinen Kontakt herstellen zu lassen, denn ein angeleinter Hund hat IMMER einen Grund:
    Unverträglichkeit, Krankheit, keine Zeit, keine Lust (auch das zählt), Hitze bei einer Hündin (ja die muss trotzdem raus) usw usw
    Ich selbst besitze eine Papillonhündin Bjelle 1,5 Jahre alt, die genau deshlab ein Riesen Problem hat mit anderne Hunden. Was ist passiert:
    Ich war mit ihr unterwegs als sie 4 Monate und 1,5 kg schwer war. Wir kamen gerade von einer Strasse, sie lief an der Schleppleine. Von hinten, also von der Strasse, kam ohne dass ich es bemerkte ein grosser ca 40 kg schwerer HUnd und warf sich auf sie .. JA der Hund war NETT, JA der Hund wollte NUR SPIELEN, JA der Besitzer fand es super lustig … ICH NICHT, BJELLE NICHT .. sie lag unter den 40 sich in ihrer Leine verwickelnden kg und ich versuchte schnellstmöglich sie da raus zu bekommen, denn 40 kg auf 1,5 kg sind NICHT LUSTIG …
    Irgendwann gelang es mit dann … geschätzte 30-40 Sekunden … der andere Hund trug weder Halsband noch Geschirr was die Aktion nicht leichter machte und der Besitzer war zu nichts zu gebrauchen.
    Bjelle war zu dem Zeitpunkt nur noch panisch .. schrieh und biss um sich, was nur zu verständlich ist.
    Der Besitzer begriff erst wie ERNST ich es meinte, als ich mit POlizei gedroht habe, wenn ich nicht sofort seienn Ausweis für ein Foto bekomme. Ich vermutete Bjelle habe Knochen gebrochen und bin sofort zum TA … glücklicherweise war aufgrund des weichen Feldbodens körperlich kein Schaden entstanden .. aber seelisch …
    Heute 1 Jahr später kämpfen wir immer noch damit. Sie ist an der Leine unberechenbar, Frontal Begegnugen gehen nicht, Hunde hinter ihr machen sie panisch, Im Freilauf braucht sie einige Treffen bis sie nciht mehr massiv aggressiv reagiert und sich alles NUR NOCH vom Hals halten will.

    Sie hat ein schweres psychisches Trauma … was bedeutet das für uns .. viele Dinge die geplant waren laufen nun anders. Ausstellungen für die Zuchtzulassung .. nicht dran zu denken …. Turniere im Dogdance .. schwierig .. unbefangenes Treffen mit Hundefreunden … bei unbekannten schwierig .. wie früher einfach mal nen Neuen in der Gruppe mitlaufen lassen, stressig und schwierig.
    JA sie lernt Tag für Tag … Stunde für Stunde besser damit umzugehen .. aber die Unbefangenheit … die Lustigkeit, spielen mit anderne, fremden HUnden .. das ist kaputt .. und das lässt sich auch nicht mal eben reparieren !!!!

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    1. Oh wow, das hört sich ja gar nicht gut an! Das tut mir auch echt leid 😦 Bei lotta ist es zum Glück auf gut ausgegangen, sie hat aber auch den typischen Terrierkopf und macht was sie will, hat aber gelernt, dass sie sich an mich binden muss und das ich ihr heraus helfe. Mittlerweile gehen Begegnungen ganz ohne Stress von ihrer Seite, denn ich kümmere mich um andere Hunde und schütze sie mit meinem Körper und stelle mich vor Sie, der andere Hund muss erstmal an mir vorbei 😄 und das hat uns zwei wirklich geholfen, mittlerweile können wir auch problemlos durch Massen gehen, wobei es von Anfang an nicht so schlimm War wie bei Bjelle!
      Und ich hab das Gefühl, das hauptsächlich kleine Hunde von soetwas betroffen sind, grosse Hunde haben damit meist kein Problem da die sich in einer gleichen Gewichtsklasse bewegen… und wir leiden dann darunter 😕
      Liebe grüße noch,
      Paula 😊

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